Ostermontag, 13. April 2009: Straßenrennen in Grosuplje (SLO), 156 km

Heute steht eine 15,6 km lange Runde am Programm, es geht in Richtung Laibach bis Skofljica und wieder zurück, es wird wieder mit Vorgaben gefahren, diesmal haben wir 10 Runden (= 156 km) zu bewältigen. Gut, es ist wieder flach, aber die Distanz bleibt dennoch. Die Vorgaben: auf die Master 40+ haben wir 2:36, auf die Amateure 5:12 Minuten und auf die Elite ganze 7:48 Minuten. Klingt viel, ist es aber nicht wirklich.

Diesmal geht es ganz langsam los, so, als ob alle unbedingt so schnell wie möglich eingeholt werden möchten. In der zweiten Runde ist die jüngere Master-Klasse da, in der dritten Runde die Amateure, und in der 4. Runde dann schon die Elite. Die knapp 8 Minuten Vorgabe hat uns gerade mal 55 km weit gebracht! Teilweise führt der Rundkurs über sehr schmale Nebenstraßen, da wird unbarmherzig Tempo gemacht und selektiert, der Haufen wird sehr schnell kleiner, wobei heute bei weitem nicht so viele Starter waren als gestern. In meiner Klasse sind es heute jedenfalls nur 14 Fahrer, insgesamt tummeln sich gerade mal 122 Mann auf der Strecke! Da sieht man gleich, was doch ein paar Kilometer Distanz ausmachen!

Sieger Matej Stare

Die Runden 5 und 6 sind für mich die schwersten, denn ich muß den Tempounterschied zwischen Master 50+ und Elite mitfahren, und der ist nicht ohne! Dann habe ich mich so halbwegs daran gewöhnt, aber ich kann gerade mitfahren, aktive Fahrweise ist da nicht möglich. Daher muß ich auch trachten, immer schön im Feld zu bleiben, in der Gruppe, kein Loch aufzureißen, denn das könnte ich nicht zufahren. Ein paarmal ist es ganz, ganz knapp, vor allem in den engen Kurven, wenn abgebremst und danach scharf angetreten wird. Durch den Ziehharmonika-Effekt ist das in den hinteren Regionen des Feldes ganz schön brutal.

In der 9. und vorletzten Runde bin ich dann – leider doch – abgerissen, aber nicht alleine, und mit einer ganzen Gruppe kann ich postwendend wieder aufschließen. Gottseidank! Alleine hätte ich da das Kreuz machen können. Und herangekommen sind wir auch nur, weil das Feld die Beine hochgenommen hat, denn vorne ist eine 12köpfige Spitze auf und davon gefahren. Und in der letzten Runde kann ich mich dann durchaus im Hauptfeld behaupten und als 69. ins Ziel gfahren (im Feld haben wir 1:55 Minuten Rückstand auf den Solosieger Matej Stare (GS Perutnina Ptuj) und 1:32 auf die Verfolgergruppe.

Von meiner Kategorie (Master 50+) war außer mir niemand mehr im Feld dabei (gut, das Feld war auch nur mehr ca. 60 Mann stark), und somit konnte ich den Sonderpreis (Pokal und Blumenstrauß) für diese Kategorie in Empfang nehmen. Das Wetter war wieder ein Traum, 26° bei heiterem Himmel und nur ganz leichtem Wind.

 Robert

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