Und schon wieder ein Anschlag auf den UGB-Obmann!!!

11. Dezember 2008: Und schon wieder ein Anschlag auf den UGB-Obmann!!!

Der wievielte Anschlag war das jetzt schon in dieser Saison??? Wer hat mitgezählt? Wieder einmal wurde der UGB-Obmann Hans Unterguggenberger im Alltag von den hinterhältigen Attacken der Bösewichte überrascht, aber er ist zäh. Wieder einmal ist er glimpflich davongekommen. Aber wie lange noch? Um ein Haar hätte das diesmal böse ausgehen können. Aber lesen Sie selbst seinen Bericht:

Sehr geehrte Damen und Herren!  Nachgehend die Schilderung des mir am 11. Dezember 2008 widerfahrenen Ungemachs in Wörgl:

Am selbigen Tag um 16.35 Uhr verließ ich die Fa. Foto Lamprechter im sogenannten City Center, woselbst ich ein auf einem digitalen Aufnahmegerät vorhandenes Gespräch auf eine CD übertragen ließ. Mit meinem Fahrrad (vorne ein durch einen Dynamo gespeistes Licht nebst einem am Lenker aufgesteckten, weißen Blinklicht, sowie einem roten batteriebetriebenen Schlußlicht – allesamt in Betrieb) verließ ich das oben erwähnte Areal.

In Richtung Kommerzialrat-Martin-Pichler-Straße fuhr ich nach vorschriftsmäßigem Halten bei der Stoptafel mit ca 15 bis 20 km/h in Richtung Wörgler Hauptbahnhof; so weit kam ich aber nicht, denn als ich nach ca. 50 Metern die Ausfahrt eines rechts  befindlichen Parkplatzes, nichts Böses ahnend, passierte, fuhr plötzlich ein das dort angebrachte Vorrangzeichen 1/1c StVO § 52, cP24 negierender Lenker mit seinem PKW heraus und rammte mich samt Fahrrad seitlich hinten. Nachdem ich ohne mein Zutun das Fahrrad verlassen hatte, knallte ich auf die Straße und sah gerade noch, wie mich das Schlußlicht meines Rades überholte und ca. 20 Meter weiter vorne, immer noch brav leuchtend, zu liegen kam. Ich wollte mich erheben, ließ es aber ob der sogleich verspürten Schmerzen lieber bleiben. Ein freundlicher, mir bis dahin unbekannter Herr half mir dann aus dem Dreck, barg auf meine Bitte hin das einsam vor sich hinleuchtende Schlußlicht, legte es neben das Rad und mich auf den neben der Fahrbahn befindlichen Randstein. Derselbe Herr dürfte dann auch Rettung und Polizei verständigt haben.

Sodann erschien plötzlich der Lenker des beteiligten Fahrzeuges, offenbar ein hier eingesickerter Kleinasiate und tat sehr betroffen – nicht ohne mir vorher ein mit einem Kopftuch bewehrtes weibliches Wesen mit den Worten Das ist meine Frau vorzustellen. Ich tröstete ihn insoferne, als ich ihm sagte, das könne doch jedem außer mir passieren und außerdem hab es ja nur einen Einheimischen getroffen. Ob er es verstanden hatte, konnte ich nicht mehr feststellen, denn schon waren Rettung und Polizei zur Stelle. Ich wurde, nachdem ich zuvor noch bat, mir mein mit allerlei Nützlichem versehenes am Lenker des Fahrrades befindliches Behältnis zu bringen, in das Rettungsauto bahrlich verfrachtet. Darin angekommen suchte Herr Doktor Oberosler, der Arzt, nach einer geeigneten  Vene und leitete allerlei Flüssigkeiten in dieselbe. Auch scheint er mehrere kleine Röhrchen mit meinem Blut befüllt zu haben. Während er so vor sich hinwerkte, erschien in der geöffneten Seitentür ein Polizist, wie ich erfuhr, ein Herr Inspektor Friedl, ließ mich in ein mit einem (hoffentlich neuem und sauberem) Kunststoffröhrchen versehenes Kästchen blasen, mit dem Bemerken, in dem, wie mir schien, leises Bedauern mitschwang, Null komma Null, was immer das bedeutet haben mag. Bevor die anscheinend gewollt benebelnden Medikamente sich in mir ausbreiteten, gab ich noch Herrn Friedl auf dessen Verlangen den Schlüssel meines Radschlosses.

Dann fuhren wir los. Im KH Kufstein wurde ich durchleuchtet, betastet und mit Ultraschall traktiert. Man machte Anstalten, mich zu behalten, zumal das rechte Knie, da die Schmerzmittel langsam an Wirksamkeit einbüßten, bedenklich zu schmerzen begann.

Langsam konnte ich wieder klare Gedanken fassen und mit Entsetzen fiel mir ein, daß ich meinen mit fossilen Brennstoffen bestickten Ofen vor dem Verlassen meines Hauses (ich wollte ja nur kurz zur Familie Lamprechter und zum Bahnhof) bis oben mit Holz gefüllt hatte, damit es bei meiner Rückkehr schön warm wäre; nicht genug damit, hatte ich auf dem E-Herd einen Häfen Erdäpfel bei Schaltposition 1 zum Weichkochen stehen. Somit mußte ich abwägen, entweder die fürsorgliche Annehmlichkeit eines Krankenhausaufenthaltes zu genießen und damit die Möglichkeit eines Kaminbrandes (bereits erlebt) nebst einem wildgewordenen und schlußendlich in Brand geratenen Kochtopfes in Kauf zu nehmen, oder auf schnellstem Wege nach Hause zu gelangen. Ich entschied mich gegen die Annehmlichkeit und für ein nicht abgebranntes Haus, unterzeichnete einen Revers, ließ ein Taxi kommen und begab mich nach Hause, woselbst ich feststellen mußte, daß der Ölbrenner seine bis dahin klaglose Mitarbeit eingestellt hatte, nicht jedoch die Ölpumpe, die fleißig weiterpumpte. Einzelheiten will ich mir ersparen.

Bereits im Krankenhaus stellte ich das Fehlen eines noch leidlich gefüllten Parodontal-Fläschchens und des
Diktiergerätes fest. Beides muß mich wohl, in der Weste aufbewahrt, beim Flug vom Rad verlassen haben. Die Hose glutear und die Weste am Ärmel waren eingerissen. Hinzuzufügen ist noch, daß ich noch im Liegen auf der Straße mit meinem stets schußbereiten Fotoapparat eine Aufnahme des Unfallortes machte. Ein ärztliches Attest werde ich, sobald ich wieder mobil sein werde, so Gott will, nachreichen.

Mit freundlichem Gruß

Hans Unterguggenberger

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