Samstag, 8. November 2008: Straßenrennen Trofeo Festa Padana in Pramaggiore (I), 72,5 km

Das voraussichtlich letzte Rennen der Saison, das Wetter ist noch immer sehr, sehr mild und warm, bei wolkenlosem Hiummel zeigt das Thermometer immer noch 19° an. Starker N-Wind macht das Rennen schwer. Wir fahren zehn Runden auf einem 7-km-Rundkurs mit Start und Ziel in Pramaggiore, der Rundkurs ist topfeben.

Bereits die erste Runde ist voller Action, viele Angriffe, viele Konter, aber alles bringt nichts ein, nach der ersten Runde Feld geschlossen. In den nächsten Runden ändert sich an diesem Bild nichts, und langsam kristallisiert sich – wieder einmal, welche Überraschung – Riccardo Tarlao als das Zentrum der Angriffe heraus. Wann immer er an die Spitze geht, wird´s hektisch. Ein paarmal kommt er in einer kleinen Gruppe weg, aber man spürt, daß die Zeit noch nicht reif ist, ert wird immer wieder zurückgeholt.

Zwischendurch tue ich mir immens schwer, aber als ich mich dann zusammennehme und richtig konzentriere, geht es wieder. Das Rennen ist schnell, man kommt einfach nicht zur Ruhe, es passiert andauernd was, und das heißt auch, man muß stets konzentriert und aufmerksam fahren, denn jede Attacke kann die entscheidende sein. Genau das macht diese italienischen Rennen ja so schwer.

Als dann die Konzentration etwas nachläßt, in der 8. Runde, kommt Tarlao prompt in einer kleinen Gruppe weg. Und diesmal ist er nicht mehr so einfach einzuholen, denn im Feld ist man sich nicht einig. So vergrößert die Spitze ständig ihren Vorsprung, und bald schon – eigentlich von Anfang an – wird klar, daß die den Sieg unter sich ausmachen.

Nachdem in den beiden letzten Runden auch aus dem Feld noch viele Attacken gekommen sind – die aber allesamt wieder zunichte gemacht wurden – gibt es da einen Massensprint, in dem ich mich an der 14. Stelle plaziere. Nicht schlecht für einen Nichtsprinter wie mich. Aber leider hatte ich während des Rennens nicht die Möglichkeiten, die ich gesucht habe. Für Einzelaktionen war es viel zu schnell, in der Gruppe hatte ich kein Glück. Irgendwie schade, daß die Saison jetzt zu Ende ist und ich mit einer so guten Form in die Winterpause gehen muß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.