Sonntag, 19. Oktober 2008: Bergzeitfahren Montecchio Maggiore – San Urbano um die Coppa Santa Eurosia und die Trofeo Calpeda Pompe, zugleich Regionalbergmeisterschaft der Provinz Verona (I), 4,6 km

Ein uraltes Rennen, das heuer schon zum 52. Mal veranstaltet wird, und ich bin hier auch schon einige Male mitgefahren. Die Strecke liegt mir, ich habe mich hier immer sehr gut geschlagen. Mit 210 Höhenmetern ist es auch kein richtiger Berg, es geht auch viel bergab, es ist vielmehr ein technisch sehr schwieriger Abschnitt, weil man sehr oft schalten muß. Wegen dem schnellen gestrigen Rennen muß ich mich heute ausgiebig aufwärmen, und das tue ich auch, indem ich eineinhalb Stunden lang die Muskeln auf Betriebstemperatur bringe. Ich starte schon sehr bald, mit der Nummer 12, und optimal aufgewärmt stehe ich am Start. In Minutenabständen wird gestartet, ich kenne die Strecke auch sehr gut, ich bin beim Aufwärmen einmal raufgefahren, davor auch einmal mit dem Auto.

Flacher Beginn, dann kommt gleich das selektivste Stück, knapp 2 km lang geht es mit gut 10 % bergan, ich fahre da mit 39/20 und verfluche mich insgeheim, weil es mir zu hart ist, aber ich wuchte mich drüber und im Endeffekt bin ich gar nicht mal so langsam. Oben bei der Kirche SS Trinita ist eine Kuppe, dann geht es wieder ca. 15 Höhenmeter runter, eine flache Mulde, ehe der nächste, zweite Anstieg wartet, durchgehend steil, aber nicht sehr lange, genau 600 Meter, und dort hole ich unmittelbar vor der Kuppe einen Fahrer ein , schieße förmlich an ihm vorbei und bin schon wenige Meter später wieder alleine.

Jewtzt kommt eine längere Abfahrt, dann eine kleine, kurze Kuppe, wir sind hier schon am Oretsanfang von San Urbano, durch die Ortschaft geht es runter, von dieser Hauptstraße dann rechts weg und steil runter auf enger, schmaler Straße, einen engen Bogen nach links unten in der Mulde und wieder rauf auf die Hauptstraße, die Straße steigt jetzt wieder, und hier  wieder zurück Richtung Ortstafel noch etwa 150 Meter bis zum Zielstrich. In 10:20 Minuten bewältige ich die Distanz, und das ist schon sehr gut, denn ich bin hier schon einige Male eine 11er-Zeit gefahren.

Ich habe leider das Pech, daß ausgerechnet in meiner Altersklasse der regierende Italien-Meister am Berg am Start ist, Silvano Titotto. Gegen den ist kein Kraut gewachsen, der ist überdies in großartiger Formn, wie er mit seinem gestrigen 5. Platz eindrucksvoll bewiesen hat. Und heute gewinnt er in 9:43 Minuten vor Enzo Bergamasco (Bike Benato FRW Term Primolan) in 10:19. Und der ist mein Sargnagel, ist er doch um ganze 0,4 Sekunden schneller als ich! Eine einzige Kurve absolut schneiden, und ich wäre an der zweiten Stelle gelandet! Ich könnte mir hinten reinbeißen , der Frust ist riesig. Gut, ich kenne den  Typ nicht, aber wie ein paar Resultate aus dem heurigen Jahr beweisen, ist er einer der Topfahrer. Aus dieser Region hier im Veneto, natürlich kenne ich ihn da nicht besonders. Sicher, ein dritter Platz ist ganz gut, aber so knapp den zweiten Rang verpassen, ist schlimm, vor allem für die Psyche. Daß mir Titotto hier 37 Sekunden abnimmt, damit habe ich gerechnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.