Monatsarchive: September 2008

Ergebnisse September 2008

6. September 2008: Bergrennen Hartberg – Masenberg, zugleich Steirische Bergmeisterschaft, 28,1 km

5.  Robert Bartonek (Master 3)

 

7. September 20908: Kriterium in Trumau, 19,8 km bzw. 16,5 km

2. Hans Unterguggenberger (Master 6)

3. Siegfried Rothauer (Master 6)

3. Robert Bartonek (Master 3)

 

ENDSTAND GESAMTWERTUNG GINNER-CUP nach 11 Rennen

3. Robert Bartonek (Master 3)

3. Hans Unterguggenberger (Master 6)

6. Siegfried Rothauer (Master 6)

 

12. September 2008: Schöckel-Bergsprint, Bergzeitfahren St.Radegund – Schöckel/Mautstelle, 4 km

3. Robert Bartonek (Altersklasse 2)

 

13. September 2008: Lavanttaler Assetline-Zeitfahrcup, Einzelzeitfahren St. Georgen/Lavanttal – Ettendorf – St.Georgen/Lavanttal, 11,2 km

2. Robert Bartonek (Männer 6)

 

GESAMTWERTUNG ENDSTAND LAVANTTALER ASSETLINE ZEITFAHRCUP

2. Robert Bartonek (Männer 6)

 

14. September 2008: Internationaler Tirol-Marathon in Schwaz, 98,5 km

3. Robert Bartonek (Altersklasse 4)

 

20. September 2008: Straßenrennen Grand Prix Naturpark Goricko in Grad (SLO), 130 km

1. Robert Bartonek (Master 50-60)

 

21. September 2008: Bergzeitfahren Stadl/Mur – Flattnitz, 14,5 km

11. Robert Bartonek (Master 3/4)

 

27. September 2008: Bergzeitfahren St. Lorenzen/Knittelfeld – Rachau, 8,6 km

3. Robert Bartonek (Männer 4)

 

28. September 2008: Bergrennen Birkfeld – Sommeralm, 21,5 km, bzw. Gasen – Sommeralm, 8,6 km

4. Siegfried Rothauer (Master 6)

13.  Robert Bartonek (Master 3)

Sonntag, 28. September 2008: Österreichische Bergmeisterschaft, Birkfeld – Sommeralm, 21,5 km bzw. 8 km

Kaltes, winterliches Wetter, dazu ein saukalter Wind, das sind die Begleitfaktoren bei dieser selektiven Bergmeisterschaft. Auf den letzten 8 km sind immerhin Steigungen von bis zu 16 % zu bewältigen. Ich starte zusammen mit den Master-4-Fahrern, da kommt wenigstens ein halbwegs erträgliches Starterfeld zusammen. Wie überhaupt die Starterzahlen deutlich zu wünschen übrig lassen. Wo sind all die Fahrer hingekommen? Ausgewandert? Gestorben??

Die 13 km lange Anfahrt beginnt mit einem kurzen, aber steilen Anstieg, ich muß da reißen lassen, fahre aber in der 2 km langen Abfahrt wieder ran. Danach folgt eine kurze, sanfte Steigung, aber die fahre ich ganz vorne, ich bin jetzt schön warmgefahren und habe keine Probleme.

Dann geht es in den Berg rein, die letzten 8 km beginnen in Gasen. HochprozentigeSteigung, das Tempo der Spitzengruppe ist hoch, und ich muß gleich einmal reißen lassen. Aber sehr schnell pendelt sich das Tempo ein, sowohl das der Spitzengruppe als auch meines. Die ganze Auffahrt über kämpfe ich mit denselben Fahrern herum, mit Wolfgang Forobosko und Johann Stocker. Mal ist der eine vorne, mal der andere, mal bin ich etwas abgerissen, aber ich kämpfe mich jedesmal wieder ran. Und sobald einer der anderen ein paar Meter verliert, fühle ich mich gleich stark.

Etwa bei Halbzeit der Auffahrt, also ca. 4 km vor dem Ziel, als es das letzte ganz steile Stück zu bewältigen gilt, kann sich Stocker etwas absetzen. Das ist überraschend, denn gerade im Steilen hatte er bisher Probleme. Sein Vorsprung ist auch nicht groß, anfangs gerade mal zehn Meter, dann vielleicht fünfzehn, später zwanzig oder dreißig, dann fünfzig Meter. So sehr ich mich auch bemühe, ich komme nicht mehr an ihn ran. Forobosko reiß mal ab, dann ist er wieder da, dann fährt er vorbei, im nächsten Moment ist er wieder hinten. Das wechselt andauernd.

Dann wird es flacher, ich werde schneller, kann zulegen. Vorne kommen wieder ein paar Fahrer in Sichtweite, als ersten können wir Engelbert Gaubitzer einfangen. Dann ist da auch schon die Abzweigung, es geht rechts weg, und sofort steigt die Straße wieder ziemlich steil an, die letzte steile Passage vor dem Ziel ist auch nicht sehr lange. Aber hier hängen wir Gaubitzer ab, ich kann auch Forobosko etwas distanzieren, spüre aber, daß er sofort wieder da sein wird, wenn wir ob en die Kuppe mit den Weidegittern erreicht haben.

Und richtig, es wird flach, die letzte Kuppe, und einen Kilometer voraus sehen wir auch schon das Ziel, die Stoakogler-Hütte. Und natürlich ist er jetzt wieder an meinem Hinterrad. Noch tausend flache Kilometer, ich schalte auf das große Blatt, er auch. Er zieht den Sprint an, ich halte dagegen. Noch 500 Meter, da fährt plötzlich von der rechten Straßenseite ganz langsam ein Pkw direkt vor uns auf die Straße raus,  Wolfgang zwängt sich vorbei und schimpft und flucht lauthals, ich bremse, mir ist das zu riskant. So rolle ich hinter ihm ins Ziel, und weil wir da noch so gesprintet sind, haben wir auf diesem letzten Kilometer auch mächtig aufgeholt, Schneider war nur mehr 6 Sekunden vor uns, Stocker eine halbe Minute.

Der Groß Rudi gewinnt erwartungsgemäß, der zweite Platz von Sebastian Pfisterer überrascht mich aber schon mächtig, obwohl er doch schon 1:23 zurückliegt. Taucher wird Dritter und gewinnt damit die Kategorie 4, mit 4:35 Minuten Rückstand belege ich den 18. Rang und werde damit in der Kategorie 3 auf Platz 13 klassiert. Nicht schlecht, aber eigentlich hatte ich mir etwas mehr erwartet. Nur eine Minute schneller, und ich wäre hinter Habacher Achter geworden!

Robert

Samstag, 27. September 2008: Styrian Time Trial, Bergzeitfahren St. Lorenzen/Knittelfeld – Rachau, 8,6 km

Das Wetter ist nicht besonders, bedeckt und starker Wind sowie ziemlich kühle Temperaturen, ich fahre dieses Zeitfahren zum ersten Mal, habe als Vergleich somit nur die Fahrtzeiten vom vorigen Jahr. Die ersten 5 km sind flach, danach müssen 110 Höhenmeter auf 3,6 km überwunden werden, die durchschnittliche Steigung beträgt da also 3% Steigung.

Vor mir startet Axel Irmann, ein starker Zeitfahrer, dem ich zwar Zeit abnehmen kann, ihn aber nicht einhole. Ich habe meine Kräfte gut eingeteilt, denn auf den letzten dreieinhalb Kilometern kann ich voll fahren und sogar noch zulegen, als es ins Finale geht. Die letzten 200 Meter führen relativ steil hinauf, kurvig, unübersichtlich, und ich fahre ein wirklich starkes Finale, ich muß mich da zur Ausnahme mal wirklich selbst loben.

Ich schaffe am Ende einen dritten Platz, die Bestzeit in meiner Klasse fährt Herbert Hörmann (RC Pekomo Stadl/Mur) in 14:59, dahinter der Brucker Gerhard Pfeiffer (15:09) und ich in 15:24. Im Vorjahr sind da 16er-Zeiten gefahren worden. Die Tagesbestzeit geht an Markus Eibegger (RC Elk-Haus Simplon) in 13:16 Minuten.

Robert

Sonntag, 21. September 2008: Bergzeitfahren Stadl/Mur -Flattnitz, 14,5 km

An meinem 50. Geburtstag fahre ich also das 14,5-km-Bergzeitfahren auf die Flattnitz mit 435 Höhenmetern, wo ich im Vorjahr gewonnen habe. Die Strecke kenne ich gut, aber diesmal bin ich halt in der Masterklasse 3/4 unterwegs, im Vorjahr bin ich ja noch in der Hobbyklasse gestartet. Hier warten jetzt schon ganz andere Kaliber, wie etwa Franz Winter oder Rudi Groß.

Ich habe sehr lange und intensiv aufgewärmt, um die letzten Reste des gestrigen langen und schweren Rennens aus den Beinen zu fahren. Als ich ins Rennen gehe, bin ich optimal vorbereitezt und fahre auch gleich hohes Tempo, an die 40 km/h, und vor allem gleichmäßig. Dennoch, zu Beginn dertr Steigung im Mittelteil, hinauf zum Stausee, werde ich vom Winter Franz eingeholt. Den ganzen Anstieg lang versuche ich ihn zzu halten bzw. den Abstand möglichst gleich zu halten, aber oben zieht er dann ganz schnell weg. Kaum habe ich  mich damit abgefunden, kommt auch noch der Groß Rudi vorbei.

Auch ihn versuche ich im Flachteil zu halten, gelingt auch ein paar Kilometer lang, aber dann muß ich auch ihn ziehen lassen. Aber ein paar Sekunden haben mir die beiden gebracht, die ich in ihrem Windschatten und dann knapp dahinter fahren konnte. Und nur einen Tag nach dem schweren und langen Straßenrennen gestern fahre ich heute bei diesem ebenfalls technisch schweren Zeitfahren eine Zeit von 31:59, bin also um 4 Sekunden schneller als bei meiner vorjährigen Siegesfahrt. Dennoh, die Ernüchterung kommt auf dem Fuß: trotz der zweitbesten Zeit, die ich hier jemals gefahren bin, nur 5 Sekunden über meiner persönlichen Bestzeit, nur Rang 12 in der Klasse 3/4! Da sieht man halt wieder einmal den Unterschied zwischen der Hobbyklasse und den Masterfahrern gleichen Alters!!!

Robert

Samstag, 20. September 2008: Straßenrennen Grand Prix Naturpark Goricko in Grad (SLO), 130 km

Dieses Rennen ist neu im Terminkalender, wird zum erstenmal veranstaltet, führt durch das Grenzgebiet Österreich/Slowenien/Ungarn, weist 13 Bergwertungen und 1180 Höhenmneter auf. Auch die Distanz von 130 km ist ungewöhnlich. Bereits bei der ersten Bergwertung nach 4 km löst sich eine 7-Mann-Gruppe vom Feld, ich fahre den Hügel mit 100 Prozent (ist flach, max.4 %) und bin trotzdem abgehängt. Erst in der Abfahrt nach Kuzma komme ich vorne wieder ran und muß dann feststellen, daß wir nur die Verfolger sind. Da sind ein paar ganz starke Fahrer dabei, aber ich kenne sie alle nicht. Also aufpassen.

Schloß Grad, das größte Schloß Sloweniens, liegt auf einem Hügel außerhalb des Ortes

Gleich der zweite Anstieg, am Silberberg, ist lang und führt mit 415 m zum höchsten Punkt des Rennens hinauf. Dort kann ich mich mit etwa 20 anderen Fahrern absetzen, wir sind jetzt die richtige Verfolgergruppe und versuchen Tempo zu machen. Nach 17 km bereits die dritte Bergwertung, dort reißt meine Gruppe wieder etwas auseinander, ich fahre etwa in der Mitte, in der Abfahrt läuft wieder alles zusammen. Die Spitzenmgruppe sehen wir nicht mehr.

In der Folge geht es ständig rauf und runter, meist steil rauf, nie länger als 2 km, aber steil ist hier jeder Anstieg. Und dadurch zerreißt die Gruppe jedesmal, aber immer wieder kommt sie in der Abfahrt wieder zusammen. Einigen kostet es denmnoch den Anschluß, in Hodos sind wir dann nach 42 km nur mehr 16 Mann, vier Bergwertungen später nur mehr 12 Mann.

Aber da wird dann gefahren, mein lieber Schwan, da biegen sich die Kurbeln. Mir wird das bald zun viel, ich verhalte mich etwas ruhiger, mime den Leidenden und Angeschlagenen, um wenigstens unbelästigt am Ende mitfahren zu können. Jedesmal, wenn jemand zu mir herschaut, halte ich den Kopf ganz schief und reiße den Mund weit auf. Das macht ein sehr leidendes Bild, ich bekomme mit mir selber schon beinahe Mitleid. Aber es hilft, alle ordnen mich in die Kategorie tot ein. Nach 91 km, am Ende des Flachstückes, haben wir es doch noch geschafft: die Spitzengruppe ist gestellt, wir sind jetzt wieder 19 Mann. Noch sind es 40 km und 4 Bergwertungen bis ins Ziel.

Es folgen ein paar Attacken, vor allem in den Anstiegen, aber immer wieder kommt alles zusammen. Ich spekuliere und verlasse mich einfach drauf, daß immer irgendwer wieder die Löcher zufährt. In den Anstiegen fahre ich vorne, halte die Position so gut es, fahre gleichmäßig, vor allem bei den Attacken, bin so immer wieder gleich an der Gruppe dran. Beim Anstieg in Samidras fahren wir ganz knapp an der österreichischen Grenze entlang, es ist die Gegend beim Grenzübergang in Tauka, die ich noch von früher her sehr gut kenne.

Aber es hat sich in den letzten 20 Jahren auch hier alles verändert, neue Straßen, neue Straßenbeläge, neue Trassen, alles schaut anders aus. In der Abfahrt nach Kuzma überrascht mich eine Attacke, einzeln fahren die Säcke das Loch zu, ich bleibe übrig, und die zwei anderen, mit denen ich dann noch hinten herumgurke, sind einfach nicht in der Lage, aufzuschließen. Es ist eine brenzlige Situation, denn wenn ich jetzt noch zögere, bin ich auch weg. Alleine mache ich mich an die Verfolgung, und in Motovilc habe ich die Gruppe wieder erreicht. Wir sind jetzt nur mehr 12 Mann, und noch fehlen 15 km und 2 Bergwertungen bis ins Ziel.

Ich merke jetzt auch schön langsam die Distanz, die vielen Attacken haben ihre Spuren hinterlassen. 12 Mann, da wird es nicht mal so einfach, unter die ersten zehn zu kommen. Und ein Anstieg sowie der Zielanstieg fehlen noch. Genau überdacht, darf ich mir da eigentlich kaum was ausrechnen. Platz 10 ist das höchste der Gefühle. Also denke ich mit jedem Kilometer mehr und mehr an die andere Variante: Angriff auf den Sieg! Ich habe mir vor dem Start die Sttreckenführunhg ganzu genau auf der Karte angesehen und sie  mir einbgeporägt. Ich erinnee mich an den vorletzten Berg: anfangs steil, dann flach mit einigen Kuppen und am Ende wieder steil. Hoffentlich stimmt diese Charakteristik auch! Ich nehme mir vor, gleich am ersten Steilstück mit voller Kraft anzugreifen und wegzufahren.

Gesagt, getan. Der Anstieg beginnt, ich nehme alle Kraft zusammen und stürme von zehnter Stelle vor.  Sofort habe ich einen kleinen Vorsprung, eine etwa 12%ige Steilwand hat sich vor mir auf einer Länge von etwa 350 Metern aufgebaut. Natürlich versuchen sie dagegenzuhalten, aber ich bin wie entfesselt. Jetzt gilt es, den Vorsprung zu halten. Ich kann darauf hoffen, daß sie sich hinten immer wieder anschauen werden, denn da ist sicher keiner dabei, der in dieser Phase noch für die anderen die Kastanien aus dem Feuer holen will.

Es scheint wieder einmal zu klappen. Als ich mich umdrehe, sehe ich ein  paar zaghafte Versuche, nachzusetzen, aber es ist augenscheinlich, daß das nur Alibiversuche sind. Den Mittelteil des Anstiegs gehe ich ganz entspannt an, sicher viel zu langsam. Hinten rücken die Verfolger näher. Aber ich lasse mich dadurch nicht beirren, jetzt verschärfe ich das Tempo sicher nicht. Erst in der letzten Steilpassage gebe ich nochmals alles.

Das ist der wohl endgültige Schlag. Die schmale Straße ist in diesem Bereich auch sehr kurvig, die Verfolger können mich nicht sehen. Mit hohem Tempo geht es die ganz flache Abfahrt jetzt runter nach Grad, etwa knappe 4 km. Kurz vor der Ortschaft aber kommt der Hammer: scharfe Kurve rechts weg und der letzte Anstieg beginnt, rauf zum Schloß, das auf einem kleinen Hügel liegt. Etwa 600 Meter lang ist dieser Anstieg, dann zweigt die Straße nach links weg und es geht 300 Meter flach zum Parkplatz beim Schloß rein, wo sich dann – endlich! – das Ziel befindet.

Ich erreiche Grad alleine. Was für eine Ironie des Schicksals, sollte ich jetzt noch eingeholt werden! Also alle Kräfte und Energien nochmals mobilisieren, und mit 53/19 fliege ich förmlich die zwei Kehren zum Schloß hoch. Würge und wuchter mich ums letzte Eck ins Flachstück vor dem Schloß, dann ein paar Tritte, um wieder etwas Tempo zu machen, umdrehen, niemand zu sehen, aufrichten, Hände in den Himmel, Trikot glattstreifen, Sieg feiern!!!

Die erste Verfolgergruppe jagt schon nach nicht mal einetr halben Minute heran, und im Bergpreis werde ich noch Vierter – weil ich die beiden letzten Wertungen gewonnen habe!

Robert

Sonntag, 14. September 2008: Internationaler Tirol-Marathon in Schwaz, 98,5 km

Ich bin mit dem festen Vorsaztz an den Start gegangen, hier meine Klasse zu gewinnen. Leider hat das Wetter überhaupt nichzt mitgespielt: 6 Grad, strömender Regen, die Höhen waren alle mit Schnee gezuckert. Eimngepackt in mehrere Schichten Trikots und einige Plasticksackerl, bin ich dann doch an den Start gegangen. Ein kleines Häufchen von nicht mal 100 Fahrern hat das Rennen unter diesen Bedingungen aufgenommen.

Anfangs habe ich mich in unmittelbarer Nähe der Spitze aufgehalten, bis Kundl hatte ich keine Probleme, dort ist es dann über den Inn gegangen und den Anstieg nach Kleinsöll hinauf. Den kannte ich noch von der Tirol-Rundfahrt her, wollte ihn ganz vorne fahren, ist mir leider nicht gelungen. Über den Inn sind alle ein Wahnsinnstempo gefahren, da bin ich nicht mehr nach vorne gekommen. Aber da ich den Anstieg genau kannte, bin ich auch das Risiko eingegangen, anfangs etwas distanziert zu werden, über die folgenden Kuppen am Angerberg habe ich dann zur ersten Gruppe aufgeschlossen, da waren wir etwa 12 bis 15 Mann, die dann in die Abfahrt nach Mariastein gegangen sind.

Unten, am Ende der Abfahrt, als es in einer scharfen Linksabzweigung wieder auf den Angerberg raufgegangen ist, da hat mich ein Nachzügeler abgeschossen, der mir mit voller Geschwindigkeit hinten links ins Hinterrad geknallt ist. Ohne zu wissen, was und wie das passiert ist, bin ich auch schon am Asphalt gelegen, das Rad ist übers Bankett in die Wiese gerutscht. Da habe ich innerlich geflucht und geschrien, aber es hat nichts genutzt, bis ich das Rad wieder auf der Straße hatte und aufsteigen konnte, war auch die zweite Gruppe schon vorbei. Mit großem Frust und dicker Wut im Bauch bin ich die Steigung hochgespurtet, aber da der Berg auf dieser Seite bis zu 16 % Steigung aufweist, habe ich sehr schnell einsehen müssen, daß ich mich da nur kaputtfahre. Ich war noch nicht mal am halben Anstieg, als von hinten die dritte Gruppe gekommen ist, dort habe ich dann endlich mitfahren können.

In der Gruppe haben die Italiener den Ton angegeben, und auf den vielen kleinen Steigungen, die danach noch gefolgt sind, auf den Kuppen, wie zum Beispiel bei den Reintaler Seen, sind die Jungs voll drübergeknallt, die Gruppe ist dadurch immer kleiner geworden, und am Ende sind sie dann überhaupt nichts mehr gefahren, der Faden war gerissen, der Zug war weg. Von da weg war es nur mehr eine Quälerei, es war ein unrhythmisches Fahren, und da alle durch das naßkalte Wetter sowieso schon ausgelaugt waren, war das kein Spaß mehr. Ich habe mich mal gründlich umgesehen, und als ich gemerkt habe, daß eigentlich niemand aus meiner Klasse in dieser Gruppe dabei war, habe ich etwa 10 km vor dem Ziel die Beine hochgenommen, habe die Gruppe ziehen lassen und bin dann mein eigenes Tempo ins Ziel gefahren.

Das war dann der dritte Rang in meiner Klasse, knappe 10 Minuten hinter den beiden Ersten, Aldo Fürst (RV Simplon Hard) und Raimund Frischmann (Ötzi-Radteam Umhausen). Da habe ich mich nochmal ordentlich grün und blau geärgert, denn mit den beiden war ich in Mariastein noch in einer Gruppe gewesen. Schade, vielleicht gelingt dann nächstes Jahr der ersehnte Sieg. Über einen Stockerlplatz brauche ich mich halt auch nicht zu beklagen.

– Robert

Samstag, 13. September 2008: Einzelzeitfahren um den Lavanttaler Assetline-Zeitfahrcup, St. Georgen/Lavanttal – Ettendorf – St. Georgen/Lavanttal, 11,6 km

Auch hier geht es im letzten Bewerb dieser Serie noch um die Gesamtwertung. Ich liege an der vierten Stelle, habe aber einen Bewerb weniger ausgetragen als meine Konkurrenten. Mit einem Podiumsplatz habe ich noch die Chance auf einen dritten Rang in der Gesamtwertung. Die Strecke ist sehr schwer, viele Kuppen und Hügel sind zu fahren, der längste davon führt zur Ortstafel von Ettendorf hinauf zur Wende. Kaum ein flacher Meter auf dem Kurs. Wenigstens gibt es keinen Zufallssieger, das ist ja auch was wert.

Von links: Bürgermeister, Peter Fladerer (3.), Wolfgang Forobosko (1.), Robert Bartonek (2.)

Ich starte schnell, kämpfe mich mit 100 Prozent Einsatz über die Kuppen und vor allem die 500 Meter lange Steigung rauf zur Wende, dort überhole ich auch den ersten Fahrer. Ich bin mit meiner Leistung diesmal wirklich zufrieden, und belege 39 Sekunden hinter Wolfgang Forobosko (ASVÖ Raiffeisen Althofen) den zweiten Rang, 23 Sekunden vor dem Grazer Peter Fladerer (Raiffeisen Feld/See). Günther Adler (Union Schwarzl-Laßnitzhöhe) ist in 15:47 Tagesbestzeit gefahren, ich habe in der Tageswertung den 30. Rang belegt.

In der Gesamtwertung habe ich damit sogar noch den bisherigen Gesamtzweiten abfangen können, Ferdinand Kootz (BG Landesbedienstete) und belege mit 135 Punkten knapp vor Kootz (130 Punkte) hinter Wolfgang Forobosko (190 Punkte) den zweiten Gesamtrang, habe aber ein Rennen weniger gefahren.

Robert

Freitag, 12. September 2008: Schöckel-Classic, Bergzeitfahren St. Radegund – Schöckel/Schöckelkreuz, 4 km

Bergzeitfahren St. Radegund – Schöckel/Schöckelkreuz

Ein typisches Freitagabendrernnen. Start ab 18 Uhr, und Minuten vor dem Start geht ein wahrer Wolkenbruch mit Donnerschlag nieder. Ein Aufwärmen ist unter solchen Bedingungen in St.Radegund am Berg nur schwer möglich. Aber auch gar nicht so wichtig, denn ich habe sowieso einen rabenschwarzen Tag erwischt.Keine Luft, keine Kraft, weiche Beine, weiche Birne, keine Motivation, und damit ist auch schon alles gesagt. Ich habe es der schwachen Besetzung zu verdanken, sowohl qualitativ als auch quantitativ, daß ich mit dieser blamablen Leistung noch den 3. Platz belege, hinter Gerald Leutgeb und Peter Krebs.

Ich schaffe mit letzter Kraft gerade noch eine Fahrtzeit von unter 20 Minuten für die 4 km mit den 400 Höhenmetern, wo ich doch ein paar Tage zuvor noch eine hohe 17er-Zeit im Training gefahren bin. Durch das schlechte Wetter ist es sehr schnell finster, aber die Veranstalter haben alle paar hundert Meter mit brennenden Fackeln die Strecke wenigstens notdürftig erleuchet.

Meine Zielankunft nach 4 km und 400 Höhenmetern

Naja, Platz 3 ist nicht schlecht, aber den habe ich nicht meiner Leistung zu verdanken, sondern der schwachen Besetzung. Rang 3 in meiner Altersklasse, Rang 10 in der Tageswertung.Aber wen kümmert das nach ein paar Tagen noch, und was kann ich schon dafür???

Robert

Siegerehrung in der Altersklasse 1 (von links): Peter Krebs (Radsport Vychodil-Graz), 2. Sieger Gerald Leutgeb (Tiroler Radler Bozen), und Robert Bartonek, 3.

Sonntag, 7. September 2008: Kriterium in Trumau, 19,8 km bzw. 16,5 km

Das ist ein ganz wichtiges Rennen, ist es doch das letzte im diesjährigen Ginner-Cup, heute wird die Gesamtwertung endgültig entschieden. Hans Unterguggenberger liegt an der 5. Stelle und hat ganz gute Chancen, bei einem Stockerlplatz noch auf den dritten Gesamtrang vorzustoßen. Das Rennen ist stark besetzt, der Kurs schnell mit Rechts- und Links-Kurven, und Unterguggenberger und Rothauer fahren aufmerksam, sprinten in den Wertungsrunden durchaus erfolgreich mit, obwohl die jüngeren Fahrer der Kategorie 5 meist den Ton angeben, allen voran Schalk.

Es gibt viele Attacken, viele Vorstöße, viele Konterangriffe, aber immer wieder werden die Ausreißer eingeholt, und zu guter Letzt läuft erst wieder alles zusammen, und die letzte Wertung wird von einer kompakten Gruppe ausgesprintet, Josef Schalk gewinnt, der damit auch das Kriterium für sich entscheidet. Die beiden starken Sprinter des UGB-Wörgl-Teams, Hans Unterguggenberger und Sigi Rothauer, der frischgebackene Straßen-Weltmeister, lassen jedoch nichts anbrennen und belegen die ausgezeichneten Ränge 2 und 3. Diese Kategorien müssen auf dem 1,1 km langen Rundkurs 15 Runden zurücklegen (= 16,5 km), der Sieg der Kategorie 6 geht an Norbert Hager (ARBÖ Wien-Strom Lamster) mit 7 Punkten, dahinter Hans Unterguggenberger (6 Punkte) und Sigi Rothauer (5 Punkte).

Mit der aktiven und offensiven Fahrweise nimmt Unterguggenberger seine Chance wahr und stößt in der Gesamtwertung des diesjährigen Ginner-Cups noch an die dritte Stelle vor! Die Gesamtwertung wird eine Beute des Wieners Norbert Hager (241 Punkte) vor dem Benefit-Wien-Fahrer Rudi Horak (212 Punkte) und Hans Unterguggenberger (RC UNION Unterguggenberger Wörgl) mit 207 Punkten. Weltmeister Sigi Rothauer belegt mitm158 Zählern den 6. Gesamtrang, hat aber nicht alle Rennen dieser Serie bestritten.

Preisverteilung Ginner-Cup (von links): Horak, Hager, UInterguggenberger, Lebersorger, Rothauer

Und auch bei mir geht es noch um sehr viel. Ich liege in der Gesamtwertung auf Platz 3, habe nur gerade mal 5 magere Pünktchen Vorsprung auf Helmut Nutz, der der klar stärkere Sprinter und Kriteriums-Fahrer ist, noch dazu vom Veranstalterklub RC Trumau kommt. Gesund bin ich auch nicht, hatte gestern noch Fieber und heute früh auch noch. Denkbar ungünstige Voraussetzungen also, um diesen Podestplatz in der Gesamtwertung zu behalten.

Startaufstellung der Kategorien Master 3 und 4, ich bin in der Mitte hinter Habacher zu sehen, vorne die ARBÖ-Kollar-Fahrer aus Stattersdorf, hinten rechts neben mir Helmut Nutz, mein schärfster Konkurrent in der Gesamtwertung des
Ginner-Cups

Das Rennen beginnt mit einer Startattacke des Lokalmatadors und Gesamtführenden im Ginner-Cup, Herbert Habacher. Dessen Teamkollege Gerhard Schäbinger (Kategorie 4) hängt sich dran, und auch Helmut Nutz (RC Trumau) ist mit von der Partie. Da darf ich natürlich auch nicht fehlen, überlege nicht lange, und mit aller Energie und Kraft, die ich habe, sprinte ich dem Tripo hinterher. Nach etwa 200 Metern bin ich auch wirklich dran. 4 Mann Spitze also praktisch vom Start weg.

Gleich bei der ersten Wertunhg sehe ich, daß Habacher niemand schlagen wird können, daß Nutz der klar stärkere Sprinter ist als ich, daß ich mir da nicht den Funken einer Chance ausrechnen darf. Also verlege ich mich darauf, unmittelbar nach den Wertungen anzugreifen und versuche da, wegzukommen. Es gelingt mir auch jedesmal, doch Habacher ist auf der Hut und schließt immer wieder auf, ehe mein Vorsprung zu groß wird. Natürlich mit Schäbinger und Nutz im Schlepptau. Es ist zum Aus-der-Haut-fahren! Was auch immer ich versuche, wo auch immer ich wegkomme, wenige Meter später hängen alle drei wieder an meinem Hinterrad.

Insgesamt zweimal schaffe ich es, Nutz zu überrumpeln und ihm in der Wertungsrunde die Punkte abzunehmen, aber an Habacher komme auch ich nicht vorbei. Eine letzte Chance sehe ich, als wir vier zum Rest des Feldes auflaufen und zur Überrundung ansetzen. Habacher sprintet plötzlich los und schließt die Lücke zum vor uns fahrenden Feld, ich ziehe sofort mit, ohne lange zu überlegen. Er geht auch sofort wieder an die Spitze, ich dahinter. Und sofort greift er wieder an, setzt sich aus dem Feld ab, ich ziehe mit. Das ist vielleicht die Chance, Schäbinger, der mir sowieso egal ist, aber auch Nutz abzuhängen, die erst zum Feld aufschließen müssen. Und Schäbinger bleibt dann auch in dieser Gruppe hängen,  doch Nutz setzt mit aller Kraft nach und zieht das ganze Feld wieder mit. Wenig später ist wieder alles beisammen. Aber er hat hart arbeiten müssen, also greife ich sofort wieder an, doch diesmal ist es Habacher, der alle wieder an mich heranführt. Es ist hoffnungslos. Einer gegen alle kann sich nicht durchsetzen.

Zu allem Überdruß läßt Habacher in der nächsten Wertungsrunde in der Zielkurve Nutz innen vorbei, doch ich steige sofort nach, und ehe Habacher seine Felle davonschwimmen sieht, sprintet er doch noch und gewinnt auch diese Wertung. Wenigstens etwas, wenigstens hat Nutz nicht die vollen Punkte geholt.

In der Tonart geht es bis zum Finale, abwechslungsreich, spannend, ich immer in der Offensive, aber ohne Glück und ohne einer realen Chance, alleine wegzukommen. Viel Wirbel um nichts. Die letzte Wertung ist ein Spiegelbild des ganzen Rennens: Habacher gewinnt vor Nutz und mir. Gut, ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe alles gemacht, was in meiner Macht stand, bin sogar in diesem Kriterium Dritter geworden, aber da Nutz nur Zweiter wurde, nimmt er  mir nur 3 Punkte ab. Von meinen 5 Punkten Vorsprung verbleiben damit also 2 Punkte, damit bin ich Dritter im Ginner-Cup 2008!

Siegerehrung im Ginner-Cup 2008 (von links): Sieger Herbert Habacher, ich als Dritter, Helmut Nutz als Zweiter

Robert

Samstag, 6. September 2008: Bergrennen Hartberg – Masenberg, 28,1 km, zugleich Steirische Bergmeisterschaft

Streckenführung

Erstmals wird heuer eine 14 km lange Anfahrtsschleife gefahren, die absolut nichts bringt außer einer längeren Fahrtzeit. Es bläst heute ein sehr, sehr starker Wind, beinahe schon ein Sturm, und es gibt wieder einmal, trotz der Tatsache, daß es sich hier um die Steirische Landesmeisterschaft handelt, ein erbärmlich kleines Starterfeld, und das gleich in allen Klassen.

Vom Start weg gibt es einige heftige Attacken, ehe man einsieht, daß die Gruppe nicht zu sprengen ist. Ich habe leider in den letzten beiden Tagen leichtes Fieber gehabt, eine Grippe wahrsacheinlich, und bin heute nur mit dem Gedanken an den Start gegangen, nicht voll zu fahren, mich für das weit wichtigere Rennen morgen zu schonen und die Krankheit quasi rauszuschwitzen.

In der Anfahrt bin ich auch nicht untätig, fahre ein paar Löcher zu und muß so schon mehr hinhalten als eigentlich beabsicht

Höhengrafik