Monatsarchive: August 2008

Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaften St.Johann/Tirol

27. – 31. August 2008: Zeitfahr- und Straßen-Weltmeisterschaften St.Johann/Tirol

Die letzte Augustwoche gehört traditionell St.Johann/Tirol, wo die Zeitfahr- und Straßenweltmeisterschaften der Masterkategorien abgehalten werden, nachdem der Troß der Fahrer aus allen Kontinenten vorher eineinhalb Wochen bei der Weltradsportwoche in Deutschlandsberg Station gemacht hat. Bei diesen Titelkämpfen ist natürlich auch der UNION Unterguggenberger Wörgl vertreten.

Nachdem die Woche mit den Weltpokal-Straßenrennen eröffnet worden ist, folgen am Mittwoch die Zeitfahren und ab Donnerstag dann die Straßenweltmeisterschaften.

Ein kurzes Resümee, eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Medaillengewinner der einzelnen Altersklassen der Straßenweltmeisterschaft:

KATEGORIE

WELTMEISTER     

Plazierungen der Österreicher                                      
Klasse 1     1974-1978 Michele Chocol (Italien) 36. Robert Rothschedl
Klasse 2     1969-1973 Vladmiro D´Ascenzo (Italien)  4. Markus Willinger, -11. Thomas Westermayr,  26. Günther Baringer, – 34. Johannes Harlander, – 35. Dieter Fried-rich, – 53. Alfred Platzetr
Klasse 3     1964-1968 Gregoire Balland (Frankreich) 79. Gerhard Felsberger, – 88. Helmut Siraki, – 109. Friedrich Pöltl
Klasse 4     1959-1963 Kenny de Maerteleire (Belgien) 51. Karl Wolfesberger, – 79. Friedrich Breitfellner, – 93. Friedrich Rath, – 94. Norbert Schmidsberger, – 104. Preter Grasser

Klasse 5     1956-1958

Hans Jorgen Hellerup (Dänemark) 38. Sebastian Pfisterer, – 55. Michael Plattner, – 56. Rudolf Atzenhofer, – 61. Jens Mateyka, – 65. Rupert Polak
Klasse 6     1953-1955 Theo Joosten (Niederlande) 70. Peter Fladerer
Klasse 7     1950-1952 Valter Santeroni (Italien) 13. Alfred Lechnitz, – 20. Ernst Schuler, – 25. Gerhard Schäbinger, – 32. Engelbert Gaubitzer, – 35. Alfred Hain, – 41. Werner Kaiserlehner
Klasse 8     1947-1949 Daniel Leveau (Frankreich) 7. Gerhard Htinkow, – 18. Friedrich Gaubitzer, – 28. Laurenz Gerersdorfer, – 29. Josef Schalk, – 67. Harald Fahrafellner
Klasse 9      1944-1946 Giovanni de Bacco (Italien) keine Österreicher klassiert
Klasse 10   1939-1943

Reinhard Scheer (BRD)

24. Erich Lebersorger, – 43. Hans Unter-guggenberger, -. 61. Herbert Lackner
Klasse 70   1934-1938 Siegfried Rothauer (Österreich) 34. Anton Gierer, – 39. Erwin Wolfinger, -. 60. Walter Kovarik
Klasse 75           -1933 Bruno Podesta (BRD) 30. Erich Matzner

Man sieht also, daß der UGB Wörgl auch bei der Weltmeisterschaft wieder zu den stärksten Vereinen zählt. Nach dem Motto klein, aber fein holte mit Siegi Rothauer eine Hälfte des 2-Mann-Aufgebotes gleich die Goldmedaille ab! Nach einem Österreichischen Meistertitel und dem Europameistertitel hat der 70jährige Siegfried Rothauer jetzt mit dem Weltmeistertitel einen krönenden, aber auch logischen Höhepunkt dieser Saison erzielt. Das Abschneiden der Österreicher war ja nicht gerade berühmt, vor allem wenn man die Starterzahl in 12 Altersklassen bedenkt – und das als Veranstalterland! Da waren ja deutlich mehr Starter aus der BRD und aus Italien dabei!

1. Italien 4 3 4 11
2. Frankreich 2 2   4
3. BRD 2 1 2   5
4. Niederlande 1 2 1   4
5.

Belgien

Österreich

Dänemark

1   1
8.

Spanien

2

1

  3

9.

Polen

Australien

1   1
11.

Großbritannien

2

  2

12.

USA

Portugal

1   1

Sonntag, 31. August 2008: Großer Alpe-Adria-Straßenpreis in Adorgnano di Tricesimo, 68,4 km

Nach dem gestrigen Sieg habe ich heute ungefähr ein tausendfach vergrößertes Selbstbewußtsein, aber ich merke auch, wie mich die Konkurrenz noch genauer beobachtet. Das Gelände ist heute sehr viel hügeliger, der Kurs viel schwerer und die Konkurrenz deutlich stärker. Ich zeige mich anfangs überhaupt nicht vorne, habe mit dem hohen Tempo schwer zu kämpfen. Kaum zu glauben, daß ich gestern gewonnen habe! Die ersten beiden Runden gehen ohne mich in Szene, in der dritten Runde geht eine 6-Mann-Gruppe vorne weg, kommt auch in die Schlu0runde.

Riccardo Tarlao, der große Favorit, ist nicht dabei, ist im Feld hängengeblieben. In dert dritten Runde ist es mir bereits deutlich besser gegangen, ich klebe förmlich am Hinterrad von Tarlao, und wenn ich ihn mal verliere, bin ich nicht weit weg und fahre sofort wieder an sein Hinterrad. Natürlich merkt er das und wird merklich unruhiger. Dennoch bezweifle ich, daß er wegen mir diese Spitzengruppe verpaßt hat. Er hat ein phänomenales Positionsfahren, ist irgendwo in den Tiefen oder vielmehr Untiefen des Feldes eingesperrt und nur 200 Meter später an der Spitze.

Wenn er mal vorne auftaucht, dann wird es garantiert ernst. Ein paarmal versucht er, alleine an die Ausreißer vorne ranzufahren, aber im Feld ist man aufmerksam. Ich weiß, was kommen wird, und paße noch besser auf. Schließlich kenne ich ihn seit Jahren. Ende der dritten Runde ist etwa 1,6 km vor dem Zielstrich eine Autobahnüberführung zu fahren, da geht es gut 250 m lang relativ steil rauf. Plötzlich ist er ganz vorne und attackiert, kommt natürlich weg und fetzt wie ein Wahnsinniger über die Kuppe, hinten runter zur 1000-m-Marke.

Bei der Zieldurchfahrt hat er das Feld schon gut 200 m hinter sich gelassen, da dreht er sich erstmals um und ich sehe seinen erstaunten Blick, als er merkt, daß ich an seinem Hinterrad hänge. Sofort schwenkt er weg, deutet mit dem rechten Ellenbogen  an, daß ich führen soll. Aber dazu bin ich viel zu kaputt, ich kann nicht mal den Kopf schütteln.

5 km später sind wir an der Spitze dran. Diese 5 km waren ein Kreuzweg für mich. Keine Luft, die Beine wie Gummi, es brennt und sticht wie glühende Lava im gesamten Körper. 9 km vor dem Ziel bin ich zwar vorne, aber so gut wie tot. Ich fahre an der letzten Position und erhole mich, versuche es zumindest. Meine Form ist witrklich ausgezeichnet, denn innerhalb weniger Minuten habe ich mich erfangen. Damit sie alle glauben, ich sei tot, spiele ich weiterhin den toten Mann.

6 km vor dem Ziel nehme ich dann die erstbeste Chance wahr, die sich mir bietet, und schleiche mich weg. Wie immer, ganz links, sitzend und Oberlenker, ganz unscheinbar. Und wieder klappt es. 100 Meter Vorsprung, 150 Meter. Als ich mich umdrehe, hängt einer an meinem Hinterrad. Wie gestern. Meine einzige Befürchtung ist, daß Tarlao den Braten riecht und nachsetzt. Er ist der einzige, den ich nicht schlagen kann, wenn es zum Sprint kommt. Und er ist auch der einzige der Gruppe, der mich aus den vergangenen Jahren genau kennt.

Wir fahren zu zweit, wechseln uns ab, und da mir der Junge etwas zu langsam ist, drücke ich aufs Tempo. Sofort schreit er, und anfangs glaube ich, daß ich ihm zzu schnell bin. Dann aber erklärt er mir, daß wir nicht zu schnell sein dürfen, weil dann der Vorsprung zu schnell anwächst und sie hinten reagieren werden.

Wenn wir uns dagegen ganz langsam wegschleichen, aber immer auf Sichtweite bleiben, dann können wir hoffen, daß hinter uns alles ruhig bleibt. Ich traue dem Frieden nicht, will instinktiv immer noch schneller fahren. Ich fahre ja nicht weg, um dann langsam vor der Gruppe herumzugurken, damit sie mich nicht mehr einholen. Ich kenne den Jungen nichzt, kann ihn nicht einschätzen, aber unser Vorsprung hält, obwohl wir nur so um die 40 km/h fahren.

Noch 2 km. Ich blicke mich um, unser Vorsprung beträgt etwa 350 Meter, scheint also ausreichend zu sein. Dann die Abzweigung nach rechts, es geht rauf zur Überführung. Und dort gebe ich auch meine Zurückhaltung auf, jetzt ist es sowieso so weit, daß es um jeden Meter geht. Also mit voller Kraft über die Steigung rüber. Der Schatten an meinem Hinterrad bleibt dran, dann jagen wir die Abfahrt runter zur 1000-m-Marke. Die Führung scheint unangetastet, jetzt das Finale, die letzten 1000 Meter, leicht ansteigend bis zur Ziellinie.

Warum nicht dieselbe Taktik wie gestern? Einen langen Kraftsprint von vorne, gestern ist ja auch keiner mehr vorbeigekommen. Gesagt, getan. Ich beschleunige, sitzend, kraftvoll. 45 km/h, 50, 52 km/h, mehr ist nicht drin, die Steigung liegt konstant bei etwa 1 bis 1,5 %. Ich höre nichts von hinten, also habe ich nur einen einzigen Gegner.Innerlich muß ich schmunzeln, es hat schon wieder geklappt, ich bin wieder vorne.

Die letzten 200 Meter, ich stehe auf, sprinte, kann aber nicht mehr beschleunigen. Die Luft wird knapp, die Kraft sowieso, ich kann das Tempo halten, aber auf den letzten 20 Metern schiebt sich links von mir ein Schatten vorbei und erreicht den breiten Zielstreifen um Sekundenbruchteile vor mir. SCHEISSE!!! Irgendwie ist da ein Frust in mir, und ich muß mir sagen, daß ich den zweiten Platz gewonnen habe und nicht den ersten verloren. Ist ja auch verständlich mein Frust, zwei Siege an einem Wochenende wären nur zu schön gewesen.

Robert

Ergebnisse August 2008

2. August 2008: Lavanttaler Assetline-Zeitfahrcup, Bergzeitfahren Framrach – Griffener Berg, 7,5 km

2. Robert Bartonek (Männer 6)

 

3. August 2008: Straßenrennen in Egelsdorf bei Sinabelkirchen, 83 km

16. Robert Bartonek

 

9. August 2008: Wegscheid-Classic, Bergrennen Hopfgarten – Berggasthof Wegscheid, 15,1 km

1. Robert Bartonek (Senioren 1)

 

10. August 2008: Kühtai-Bergkaiser, Bergrennen Innsbruck – Kühtai, 37,2 km

10. Robert Bartonek (Master 1-4)

 

15. August 2008: Burgenländische Radsporttage, Rundstreckenrennen in Bad Tatzmannsdorf, 19,2 km

2. Robert Bartonek (Master 3)

 

16. August 2008: Burgenländische Radsporttage, Innenstadtkriterium in Oberwart, 21,8 km

5. Robert Bartonek (Master)

 

16. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Bergrennen Hollenegg – Burg Deutschlandsberg, 3 km

3. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

17. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Paarzeitfahren Frauental – Deutschlandsberg, 14,5 km

15. Robert Bartonek (Großer & Kleiner Chef II)

 

18. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Straßenrennen in Deutschlandsberg, 33 km

1. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

19. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Straßenrennen Groß St. Florian – Eibiswald, 68,5 km

9. Robert Bartonek (Master 5)

 

20. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Sprint in Deutschlandsberg, 0,3 km

2. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

22. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Handikap-Straßenrennen in Bad Gams, 66,5 km bzw. 33,5 km

Robert Bartonek (Master 5) nach 9 km mit Reifenschaden ausgeschieden

6. Siegfried Rothauer (Master 9)

 

23. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Einzelzeitfahren in Stainz, 18,9 km

9. Robert Bartonek (Master 5)

 

24. August 2008: Int. FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Nationenmarathon in Deutschlandsberg, 93,5 km

1. Robert Bartonek (absolut)

 

26. August 2008: Weltpokal-Straßenrennen um den Großen Preis der Firma Autohaus/Kirchdorf in St. Johann/Tirol, 40 km

10. Siegfried Rothauer (70-74 Jahre)

 

27. August 2008: UCI-Master-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren in Erpfendorf, 20 km

20. Hans Unterguggenberger (Klasse 7)

 

30. August 2008: UCI-Master-Straßenweltmeisterschaft in St.Johann/Tirol, 40 km

1. Siegfried Rothauer (Klasse 70)

43. Hans Unterguggenberger (Klasse 10)

 

30. August 2008: Straßenrennen in Pordenona/Loc. La Torre (I), 51,2 km

1. Robert Bartonek (Gentlemen)

 

31. August 2008: Straßenrennen um den Großen Alpe-Adria-Preis in Adorgnano di Tricesimo (I), 68 km

2. Robert Bartonek (Gentlemen)

Samstag, 30. August 2008: Straßenrennen in Pordenone/Localita La Torre, 51,8 km

Leider ist im letzten Moment noch vor dem Start die Distanz von 8 auf 7 Runden verkürzt worden, weil wir sonst angeblich in die Dämmerung gelangt wären. Irgendwie schade, denn die längere Distanz wäre mir lieber gewesen. Der Rundkurs ist 7,4 km lang, etwa einen knappen Kilometer nach dem Start beginnt ein etwa 700 m langer Anstieg, ganz flach, nur 1 bis 2 %, aber im starken Wind schwer zu fahren. Viele Starter, dauernde Attacken, besonders im Anstieg und im Kilometer danach, denn da gibt es eine sehr unangenehme Kante.

Ich fahre aufmerksam ganz vorne mit, mache Löcher zu, bin ansonsten aber passiv und warte ab. In der vorletzten Runde sind wir dann plötzlich nur mehr 14 Mann vorne, mit schönem Vorsprung, von den Verfolgern ist nämlich nichts mehr zu sehen. Meine Chancen steigen also allmählich, leider sind mir die meisten Fahrer in dieser Spitzengruppe nicht bekannt. Ist schlimm, ich kann die Typen nicht einschätzen. Daher muß ich auf Nummer sicher gehen, alle Aktionen beachten, immer dagegenhalten. Ist kraftrraubend, aber das Tempo wird jetzt im Finale noch höher.

Vorletzte Runde geht vorüber, wir gehen in die Schlußrunde. Motiviert und sehr aufmerksam fahre ich den Anstieg, erst auf den letzten 200 Metern geht die Post dort ab. Ich springe sofort mit. Die ehemalige Spitzengruppe zerfällt, die Situation ist unübersichtlich, ich orientiere mich nur nach vorne, fahre das Loch zu, sofort die nächste Attac´ke, und gleich noch eine, ich achte gar nicht mehr drauf, wer da wen attackiert, ich fahre einfach nur mit. Eine wilde und unübersichtliche Situation ist das, rundherum wird attackiert, wild gesprintet, ich orientiere mich nur nach ganz vorne.

Jetzt heißt es einfach dranbleiben. In der Abfahrt runtetr nach Cerneglons komnmnt die Gruppe wieder zusammen, dann geht es rechts ums Eck und noch 2 km flach und geradeaus ins Ziel.
Wieder nichts. Auf ein neues werden die Karten gemischt. Etwa 1200 Meter vor dem Ziel beginnt dann die Phase, in der sich alle dumm ins Gesicht schauen. Ich benutze diesen kurzen Moment, um mich unauffällig ganz auf der linken Straßenseite aus dem Staub zu machen.

Wie erwartet keine Reaktion. Viel zu spät fliegt einer zu mir hin, und weckt den Rest leider auf, die drücken jetzt aufs Tempo. Aber es ist viel zu spät. Ich habe schon an die 200 Meter Vorsprung und auch Zeit gehabt, mich einigermaßen zu erfangen, ich bin bereit für den letzten halben Kilometer. Ich weiß nicht, wer da an meinem Hinterrad ist, aber auch egal, ich fahre ein hohes Tempo, lege da alles rein , was ich noch habe, fahre mit etwas über 50 km/h, noch 200 Meter, ich stehe auf, die letzten Meter zum Zielstrich, und keiner kommt mehr vorbei, ich jage über deren
Streifen.

Daß das Saisonsieg Nummer 4 ist, daran denke ich gar nicht.

Ich bin ganz blau, muß mich erst erfangen.

Samstag, 30. August 2008: UCI-Master-Straßenweltmeisterschaft um den Großen Preis in St.Johann/Tirol, 40 km

Unsere beiden WM-Starter Hans Unterguggenberger und Sigi Rothauer waren heute beim Saisonhöhepunkt im Einsatz, dem WM-Rennen in St.Johann/Tirol. Zunächst war es der Unterguggenberger Hans, der in der Klasse 10 (Jahrgänge 1939-1943) an den Start ging. Auf der 40 km langen Strecke (1 Runde) blieb ein 52 Mann starkes Feld übrig, das um den Weltmeistertitel spurtete.

Der Titel ging an den Bundesdeutschen Reinhard Scheer, der sich knapp vor den beiden Niederländern Wiel Leurs und Bram Schenk durchsetzte. Neben Hans gelang es nur mehr einem einzigen Österreicher, in dieser Gruppe inmitten der Ausländer mitzuhalten. Der Niederösterreicher Ernst Lebersorger belegte den 24. Rang, Hans Unterguggenberger kam auf Platz 43.
 
Unser heißestes Eisen im Feuer war aber Siegfried Rothauer. Unser Europameister ging bei den 70- bis 74jährigen an den Start und war dort als 70jähriger einer der jüngsten Starter. In dem Rennen über eine Runde (40 km) konnten neben dem Sigi nur zwei weitere Österreicher in der letztlich 48 Mann starken Gruppe mithalten, die nach 1:05 Stunden um den Weltmeistertitel sprintete: Anton Gierer belegte den 34. Platz, Erwin Wolfinger Rang 39. Der Sigi aber fuhr ein taktisch hervorragendes Rennen, kam in toller Position auf die Zielgerade und bewies dort den längsten Atem, als er sich gegen die beiden hervorragenden deutschen Sprinter Otto Altweck und Werner Nesselhauf knapp aber sicher durchsetzte.

Nach dem Europameistertitel konnte sich der Sigi damit jetzt auch den Weltmeistertitel sichern, Gratulation, eine tolle Leistung, eine tolle Saison!!!

Robert
 
 
    
Siegerehrung in St. Johann/Tirol: links Otto Altweck, Mitte Weltmeister Siegfried Rothauer, rechts Werner Nesselhauf (3.)
 

Mittwoch, 27. August 2008: UCI-Master-Zeitfahrweltmeisterschaft in Erpfendorf, 20 km

Hans Unterguggenbergert nimmt das WM-Zeitfahren als Generalprobe nach einer längeren Verletzungspause für das WM-Rennen am Samstag. Auf der 20 km langen flachen Strecke mit dem Wendepunkt am Loferberg belegt der Hans den 20. Rang.

Der Bundesdeutsche Reinhard Scheer gewinnt in 27:25 Minuen und verweist seine beiden Landsleute Robert Buchholz und Fritz Fleischer auf die Ränge. Die stärksten Österreicher belegen folgende Ränge: 9. Rudolf Horak, 13. Helmut Percht. Hans ist als 20. mit 2:17 Minuten Rückstand auch der drittstärkste Österreicher dieser Altersklasse.
 

Dienstag, 26. August 2008: Weltpokal-Straßenrennen um den Großen Preis des AUTOHAUSES/Kirchdorf in St. Johann/Tirol, 40 km

Sigi Rothauer ist der erste unserer Fahrer, der in der Radsportwoche in St.Johann/Tirol aktiv ins Geschehen eingreift. Beim Weltpokal-Straßenrennen am WM-Kurs ist es immer eine sehr gute Gelehgenheit, die Strecke und vor allem die Konkurrenz kennenzulernen. Auf der 40-km-Runde kommt der Sigi mit der großen Spitzengruppe ins Ziel und belegt den tollen 10. Rang.

Der Sieg geht an den Italiener Alessandro Lucchetta, der seinen Fluchtgefährten Roger van Looy (Belgien) niedersprintet, die beiden retten sich 13 Sekunden vor der großen Gruppe ins Ziel, dort gewinnt der Niederländer Marinus de Jong den Sprint um den 3. Rang. 46 Mann ist diese Gruppe stark, Sigi ist als Zehnter auch bester Österreicher.

Die drei weiteren Österreicher in dieser Spitzengruppe belegen die folgenden Ränge: 24. Adolf Danler, 28. Gernot Engels und 41. Erwin Wolfinger.
 

Sonntag, 24. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschland, Ölspur-Nationen-Radmarathon, 93,5 km

Wieder einmal regnet es beim Marathon in Strömen. Sauwetter, und kalt ist es obendrein. Nicht gerade motivierend. Kleines Starterfeld und relativ schwache Besetzung machen mir Hoffnung auf einen Spitzenplatz.

Bereits in der ersten Steigung, gleich nach dem Start, beim Spital hinauf nach Hollenegg, bin ich ganz vorne, und das zeigt mir, daß ich heute die Beine für eine Spitzenplazierung habe. Diesen Anstieg überleben nur knapp 30 Mann. In der Folge wird zügig und gleichmäßig gefahren, von hinten kommt niemand mehr heran, unser Vorsprung wächst ständig. Es macht mir keine Probleme, da mitzuhalten, obwohl es von Ausländern in dieser Gruppe nur so wimmelt.

Erster Test beim Anstieg nach St.Andrä, gleichmäßig und flach, und oben auf der Kuppe fahre ich an den drei russischen Spitzenfahrern vorbei, die bis dahin das Tempo vorgegeben haben. In der Abfahrt mache ich nur ein paar Tritte, und bin sofort alleine vorne weg. Ich spüre keinerlei Anstrengung, also fahre ich weiter. Am Waldschacher See vorbei führe ich noch immer, und erst bei der kurzen und flachen Steigung rauf zum Kreisverkehr in Preding holen sie mich ein, Einserreihe, verbissene Gesichter.

Ich spüre, daß das jetzt ein ganz guter Moment ist, ja, der einzige richtige, und trete sofort noch einmal an. Diesmal reagiert niemand, ich komme schön weg, fahre beinahe voll, als ich mich hinsetze und weiterfahre, sehe ich einen Schatten hinter mir. Es ist ein deutscher Fahrer, und der Vorsprung steigt ständig und schnell. Kurz habe ich Bedenken, denn ich mu0 an mein Limit gehen, der Typ hängt sich voll rein. Doch ich bleibe dran. Ich bin halt eher derjenige, der weiter vorausdenkt und schon Energie sparen will.

Dann kommt der Anstieg nach Graschuh, ich fahre voll rauf, 53/19 und oben auf der Kuppe dann 53/21, aber als ich mich dann umdrehe, bin ich alleine. Soll ich alleine weiterfahren? Im ersten Moment warte ich ein paar Momente, aber er kommt nicht. Wo ist er abgeblieben?

Ich denke mir, wenn er hier beim leichtesten aller Anstiege schon solche Probleme hat, dann ist er mir jetzt auf den letzten 45 km mit den vielen Steigungen sicher keine Hilfe.Also alleine weiter.

Es regnet, der Wind bläst, es ist kalt. Und hinter mir die Verfolger, vor mir 40 km. Der Vorsprung? Keine Ahnung, wie groß, aber ich muß annehmen, daß er nicht sehr groß ist. Ich lege alle Kraft und Energie rein, ich muß zunächst mal bis Frauental kommen. Erstaunlicherweise fahre ich alleine mit 40 bis 43 km/h, wie bei einem Zeitfahren.

In Frauental führe ich immer noch, keine Verfolger in Sicht. Also weiter die lange flache Steigung rauf bis Bad Gams. Dann langsam kann ich daran denken, den Vorsprung zu verteidigen. Der Anstieg nach Bad Gams, die Abfahrt, ich hole Luft, verschnaufe etwas, dann der nächste Anstieg, dann der Vocheraberg und die Abfahrt nach Stainz runter. Ich führe immer noch!

Der Sieg rückt näher, ich darf mich halt nur nicht mehr einholen lassen. Wieder der Anstieg nach Graschuh, ich hole ein paar Fahrer ein, die zum erste3nmal dort rauffahren. Ich bin bis 8in die haarspitzen motivie3rt, fahre jetzt wirklich wie in einem Zeitfahren, bergab um die 50 km/h, in der Ebene um die 40 km/h, schnreifde jede Kurve optimal an, schenke keinen Meter und keine Sekunde her. Immer öfter blicke ich mich um, aber da kommt niemand. Die lange flache Passage bis Frauental. Hier müssen  sie mich stellen, sonst schaffen sie es  nicht mehr.

Je näher das Ziel kommt, desto schneller werde ich, desto mehr Kräfte scheine ich noch zu haben. Dann bin ich auf der Bundesstraße. Noch 3 km, keine Verfolger in Sicht. Mit hohem Risiko fahre ich auf der schmalen, naßen Straße durch den Wald, dann rein nach Deutschlandsberg, raus auf die Hauptstraße, noch 1000 Meter, und ich habe mir vorgenommen, diese letzten 1000 Meter ganz und völlig zu genießen. Aber es gibt keine Zuschauer, es hat zu regnen aufgehört, jetzt blinzelt sogar die Sonne durch.

Es vergehen knappe 3 Minuten, ehe der Zweite kmmt, dann noch mal eine Minute bis zum Dritten, die russischen Favoriten sprinten sich diesen Platz aus.

Ich muß schon sagen, dieser Marathon hat sich voll ausgezahlt, der erste absolute Saisonsieg, nicht so wie bisher nur ein Klassensieg!
 

Samstag, 23. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Einzelzeitfahren in Stainz, 19,8 km

Die Radsportwoche geht mit dem Zeitfahren heute zu Ende. Wegen des gestrigen Defekts und des Ausfalls dieses Rennens habe ich mich entschlossen, doch noch den Marathon am morgigen Sonntag anzuhängen. Vorerst aber geht es heute auf der leicht welligen Strecke über 20 km im Zeitfahren um die Spitzenplätze. Es ist ein durchwachsenes Rennen. 30 Sekunden hinter dem Hartberger Franz Bruchmann gehe ich ins Rennen, halte anfangs den Abstand, dann aber verliere ich. Warum? Keine Ahnung, denn ich bin gleichmäßig unterwegs.

Bis zur Wende habe ich beinahe eine halbe Minute auf ihn verloren, liege also eine Minute hinter ihm. In der Rückfahrt versuche ich dann, noch mehr an meine Grenze zu gehen, aber es bleibt Stückwerk. Einige Passagen gelingen ausgezeichnet, dann wieder ist die Luft weg, ich muß zurückschalten. Im Finale sehe ich ihn dann plötzlich vor mir, er ist relativ langsam, ich hole schnell auf. Irgendwie merke ich schon, daß das nicht mit rechten Dingen zugeht.

Wenig später fahre ich an ihm vorbei und sehe, daß er hinten auf der Felge fährt. Schade für ihn. Mir bringt das am Ende den 9. Platz. Die Zeit ist nicht schlecht, der Abstand zum Sieger auch nicht so gravierend. Es gewinnt der Oberösterreicher Sebastian Pfisterer in 24:49 (das ist schon eine ganz tolle Zeit!) vor den beiden Steirern Franz Rettenegger (25:04) und Hans Stocker (25:19), ich bin 27:08 gefahren. Im großen und ganzen entspricht es meinen Zeitfahrfähigkeiten, ich muß mich also damit zufriedengeben.

Robert
 

Freitag, 22. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Handikap-Straßenrennen in Bad Gams, 65,5 km bzw. 35,5 km

Irgendwie bin ich gespannt, wie sich meine Form aufbaut. Heute ist ein wichtiges Rennen, gute Konkurrenz, kupierte Strecke. Gleich nach dem Start über den ersten Anstieg wird unheimlich aufs Tempo gedrückt, ich habe nachher am Computer hier eine Maximalgeschwindigkeit von 39 km/h stehen! Ich überstehe dieses Mördertempo am Anfang, fange mich schnell, aber in der Abfahrt nach Stainz runter schwimmt das Hinterrad verdächtig.

Und wirklich, leider, ein Platter am Hinterrad! Scheiße! Das Rennen ist vorbei, anfangs glaube ich noch, ich kann wenigstens die erste der beiden Runden zu Ende fahren, aber auch das ist nur ein Wunschtraum. Am Ortsende von Stainz fahre ich auf der Felge, das Rennen ist damit nach 9 km tatsächlich schon zu Ende. Die Verfolger, die nächstjüngere Altersklasse, war aber auch schon auf 20 Sekunden an meine Gruppe herangefahren, der Zusammenschluß damit nur mehr eine Frage von ein paar Minuten. Schade drum.

Im Rennen der beiden ältesten Klasse, Master 8 und 9, tritt auch unser Europameister Sigi Rothauer wieder an. Nur ein einziger Fahrer der jüngeren Klasse 8 schafft den Anschluß an die Spitzengruppe der Master-9-Fahrer, der Belgier Matthieu Mercken, und der gewinnt dann auch den Sprint der 12köpfigen Spitzengruppe vor Ludwig Olefs und Werner Nesselhauf. Sigi belegt den 6. Rang und wird bester Österreicher, nur Anton Gierer war noch in dieser Gruppe dabei. Beim Bergauf-Sprint belegt der Bundesdeutsche Otto Altweck nur den 9. Rang, Sigi distanziert ihn damit abermals.

Robert

Mittwoch, 20. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Sprint in Deutschlandsberg, 0,3 km

Unser Europameister Sigi Rothauer ist unser einziger Teilnehmer im Sprintbewerb, und er schlägt sich auch hier beachtlich: er kommt ins Finale der schnellsten drei Fahrer und belegt da hinter dem Tschechen Zdenek Karasek und vor dem Neuseeländer Gary Ulmer den zweiten Platz.

Gratulation, Super-Leistung, Sigi!!!

Dienstag, 19. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Straßenrennen Groß St.Florian – Eibiswald, 68,5 km

Erstmals fahre ich in der Masterklasse 5, wir fahren nur mehr 66,5 km statt der bisher üblichen 99 km. Vom Start weg hohes Tempo bis Bad Gams, das Feld zieht sich in die Länge, ich fühle mich schwach und matt. Erst nach Stainz erfangeich mich so weit,daß ich mich langsam an die Spitze heranfahren kann. Der Anstieg in Kraubath wirft mich wieder zurück, aber ich bleibe dran und lasse mich nicht abhängen. Danach fühleich mich wie ausgewechselt, nach dem ersten richtigen Hinhalten bin ich hellwach, spritzig und fühle mich topfit. Kurz vor Deutschlandsberg setzen sich zwei Mann ab, nachdem vorher alle Ausreißversuche gescheitert sind. Die beiden kommen ohne Reaktion aus dem Feld weg und vergrößern ihren Vorsprung.

Beim Anstieg in Deutschlandsberg (Spital) zieht sich dasFeld indie Länge, und erstmals fahre ich vorne aktiv an der Spitze mit. In der langen folgenden Abfahrt tut sich nichts Wichtiges, und so kommen wir mit Respektabstand hinter den beiden Führenden zu den beiden Kamelbuckeln, der entscheidenden Stelle dieses Rennens. Wie die Verrückten stechen sie alle in die erste Wand rein, ich fahre meinTempo, reiße sofort ab und kann dann aber gleichmäßig hochklettern, während die anderen vor mir immer langsamer werden und schon sehr bald am Zahnfleisch fahren.

Kurz vor der Kuppe kann ich in eine Gruppe mit Hansl reinfahren, zusammen fahren wir auch die steile Abfahrt, und beim gleich darauffolgenden nächsten steilen Anstieg nach St.Ulrich rauf fahre ich ganz vorne, und da gehe ich erstmals selber ans Limit. Mit dem Ergebnis, daß niemand mehr an mir vorbeikommt, und oben in der Ortschaft, an der Kuppe, bin ich schon alleine, die Abfahrt benutze ich,um ganz nahe an die vordere Gruppe ranzukommen.

Noch 6 km bis Eibiswald, ich fahre in einer 3-Mann-Gruppe mit Fritz Gaubitzer, aber niemand kann Tempo machen, also tue ich das selber. In dem Stadium kann ich auf niemanden mehr warten, da geht es um jede Sekunde und jeden Meter. Ich bringe unheimlich viel Druck aufs Pedal, alleine schließe ich zur vorderen Gruppe auf, bin genau bei der 1000-m-Marke drin. Sofort setze ich mich auch hier an die Spitze, fahre den folgenden langen Bergaufsprint zum Hauptplatz rauf von ganz vorne, und da kommen nur mehr 3 Mann vorbei. Ganze 30 Sekunden hinter dem amerikanischen Sieger Dirk Cowley belege ich den ausgezeichneten 9. Rang. Die Form ist mit einem Mal da, und das gibt doch ein gutes und beruhigendes Gefühl.

Robert

Montag, 18. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Straßenrennen in Deutschlandsberg, 33 km

Zweites Antreten von unserem Europameister Sigi Rothauer in Deutschlandsberg, und schon der erste Sieg: im Straßenrennenmit Start und Ziel in der Siemensstraße in Deutschlandsberg über 33 km schlägt er den starken Sprinter und ehemaligen Weltmeister, den Deutschen Ex-Profi Otto Altweck, dahinter plazieren sich die Spitzenfahrer Henno Leder (BRD), Zdenek Karasek (TCH) und Seriensieger Ludwig Olefs (BRD).

Robert

Sonntag, 17. August 2008: Internationale FIS-RSC-Welt-Radsportwoche in Deutschlandsberg, Paarzeitfahren Frauental – Deutschlandsberg, 14,5 km

Zusammen mit meinem ehemaligen Vereinskollegen Gerald Leutgeb fahre ich dieses Paarzeitfahren in der Klasse Großer und Kleiner Chef 2, wir fahren hier ja jedes Jahr. Doch diesmal klappt rein gar nichts. Bereits nach 2 km bekomme ich starke Krämpfe im linken Oberschenkel, die sich dann bis zur Wade runterziehen. Das Tempo – wir fahren geradeden leichten Anstieg Richtung Bad Gams rauf – fällt von 38 km/h auf 31 km/h. Ich schwenke weg, Gerald fährt dann mit 34 km/h gleichmäßig weiter, ich kann mithalten, und weil er bis zur Wende führt, kann ich mich einigermaßen wieder erfangen.

Die Rückfahrt, die jetzt leicht bergab führt, kann ich wieder mitführen, ich fahre da wieder gut 55 km/h. Dann aber bekomme ich Seitenstechen, es ist zum Aus-der-Haut-fahren! Wieder muß ich Tempo rausnehmen, fahre nur in seinem Windschatten mit. Aber auch das ist in dem Zustand schwer genug.

Zur Draufgabe versteuere ich mich dann noch im Waldstück etwa 2 km vor dem Ziel bei einem leichten Anstieg und der darauffolgenden rechtwinkeligen Linkskurve. Gut, die Straße ist äußerst schmal, aber dieser Fehler dürfte mir dennoch nicht passieren. Ich fahre in der Wiese rum, springe ein paar Meter weiter wieder auf den Asphalt rauf.
 
Dann haben die folgenden zwei Fahrer auch schon aufgeschlossen, Rettenegger/Stocker, und mit denen zusammen fahren wir als Vierergespann den Schlußkilometer bis ins Ziel. Unsere Zeit beträgt nur 20:03 Minuten, etwa eine halbe Minute langsamer als unsere üblichen Fahrtzeiten.

Dennoch belegen wir den 15. Rang, eigentlich aber nur deswegen, weil heuer auffallend wenig Fahrer am Start sind. Die beiden Russen Yuri Demanov und Wladimir Zyryanov gewinnen in 18:03 Minuten und sind damit genau 2 Minuten schneller als wir.

Robert

Samstag, 16. August 2008: Internationale FIS-RSC-Weltradsportwoche in Deutschlandsberg, Bergrennen Hollenegg- Burg Deutschlandsberg, 3 km

Parallel zu den Burgenländischen Radsporttagen läuft auch die Deutschlandsberger Woche, aber wie ich schon erwähnt habe, waren da auch nur sehr wenige Österreicher am Start. Einer davon war unser Europameister, der Sigi Rothauer in der Klasse Master 9.

Dieses Bergrennen ist nichts für mich, es geht einen Kilometer flach, dann einen Kilometer den Hügel runter und anschließend einen guten Kilometer (1,1 km) steil rauf zur Burg. Der Sigi hat sich da aber bei seinem ersten Antreten in Deutschlandsberg gleich sehr gut in Szene seztzen können und einen dritten Platz herausgefahren.
 
Der Sieg geht an den Seriensieger in Deutschlandsberg, den Deutschen Ludwig Olefs, der in 7:54 den Burgsprint gewinnt, klar vor dem Tschechen Zdenek Karasek (8:06) und Sigi Rothauer (8:13). Damit feierte unser Europameister also einen weiteren Podiumsplatz.

Robert