Samstag, 26. Juli 2008: Trattberger Stier, Bergrennen Glasenbach/Salzburg – Trattberger Alm, 83,5 km

Streckenskizze

Ein ganz langes und schweres Bergrennen, denn gleich nach dem Start in Glasenbach geht es mal 3 km auf die Schwaitl-Alm rauf,und das mit Steigungen bis zu 15 %. Mit den Schnellsten kann ich hier nicht mithalten, aber ich fahre in einer soliden Gruppe, die in der Abfahrt und dann auf der Wiestal-Landesstraße bis zum Stausee immer größer wird. Dann sind wir schon gut 30 Mann, die hinter der etwa genauso großen Spitzengruppe fahren. Die zweite Schwierigkeit des Tages ist der Anstieg über Gaissau nach Krispl, 5 km lang, ich fahre hier mit 39/23, an der Spitze der Gruppe, und diese Position kann ich den gesamten Aufstieg halten.

In der Abfahrt nach Hallein kommt die Gruppe wieder zusammen, aber wird sind weniger geworden. Die gute Leistung gibt mir Auftrieb, und in der Folge halte ich mich zurück, fahre hinten mit, stehe nie im Wind, die Strecke ist noch lang und schwer genug. Zunächst geht es am Tauern-Radweg entlang, der ist auch sauschwer, immer wieder ruppige und knüppelharte Anstiege, gerade mal bis zu 300 m lang, aber bis zu 16 % steil. Die Gruppe zieht sich in die Länge, bleibt aber doch beisammen.

Dann folgt auf der Bundesstraße der Anstieg zu den Lammeröfen. Ich spüre die Distanz bereits, tue mir schwer, es wird immer heißer und ich immer angeschlagener. Umso wichtiger ist das Essen und Trinken und vor allem das Haushalten mit den Kräften. In Voglau ist es dann soweit, die letzten 30 km brechen an, der letzte Anstieg, der schwerste und auch der längste. Gleich zu Beginn auf schmaler Straße mit bis zu 14 % Steigung, ich reiße gleich ab, mache mir aber nichts draus, denn ich fahre mein Tempo. Im folgenden gut 12 km langen Flachstück fahre ich konstant, zwar alleine, aber ich kann meine Plazierung halten. Es folgt wieder ein mehrere Kilometer langes unrhythmisches Stück, teils im Wald, mit Steilpassagen, aber auch flacheren Streckenteilen. Ungewohnt ist vor allem die Länge dieses Anstiegs, ich fahre schon eine knappe Stunde bergauf.

Als es dann immer schwerer wird, erreiche ich – endlich – die Mautstelle. Und damit die ultimative Herausforderung: 4,5 km mit 650 Höhenmetern und einer Durchschnittssteigung von 17 %! Mit 39/25 scheine ich auf der Stelle zu treten, ich breche auch kräftemäßig ein, muß größtenteils Zickzack-Fahren, um überhaupt raufzukommen. Es ist ein verdammtes Ankämpfen gegen das Umfallen, ein langsamer Tod auf Raten sozusagen. Irgendwie rette ich mich und wurschtle ich mich rauf ins Ziel.

Als Neunter verliere ich auf den Gesamtsieger Paul Lindner 42:56 Minuten, also beinahe eine Dreiviertelstunde! Soviel zu den Zeitabständen auf dieser Strecke!

Robert

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