Monatsarchive: Juli 2008

Ergebnisse Juli 2008

5. Juli 2008: Straßenrennen in Lindegg, zugleich Weizer Straßenmeisterschaft, 68,4 km

16. Robert Bartonek

 

6. Juli 2008: Bergrennen Eibiswald/Aibl – St. Lorenzen, 7,2 km

11. Robert Bartonek (Senioren 2)

 

12. Juli 2008: Ausscheidungsrennen in Melk/Wachau-Ring, 12,5 km

1. Hans Unterguggenberger (Master 6)

2. Siegfried Rothauer (Master 6)

5. Robert Bartonek (Master 3)

 

20. Juli 2008: Wachau-Marathon, zugleich Österreichische Marathon-Meisterschaft in Mautern, 163,5 km

18. Robert Bartonek (Master 3/4)

 

26. Juli 2008: Trattberger Stier, Bergrennen Salzburg/Glasenbach – Trattberger Alm/Enzianhütte, 83,5 km

9. Robert Bartonek (Männer 40+)

 

 27. Juli 2008: Straßenrennen um den Gran Premio di Cicli Benato in Grumolo di Abbastanza (I), 72 km bzw. 60 km

11.  Johann Schweighofer (Gentlemen)

10. Hans Unterguggenberger (Supergentlemen A)

Samstag, 26. Juli 2008: Trattberger Stier, Bergrennen Glasenbach/Salzburg – Trattberger Alm, 83,5 km

Streckenskizze

Ein ganz langes und schweres Bergrennen, denn gleich nach dem Start in Glasenbach geht es mal 3 km auf die Schwaitl-Alm rauf,und das mit Steigungen bis zu 15 %. Mit den Schnellsten kann ich hier nicht mithalten, aber ich fahre in einer soliden Gruppe, die in der Abfahrt und dann auf der Wiestal-Landesstraße bis zum Stausee immer größer wird. Dann sind wir schon gut 30 Mann, die hinter der etwa genauso großen Spitzengruppe fahren. Die zweite Schwierigkeit des Tages ist der Anstieg über Gaissau nach Krispl, 5 km lang, ich fahre hier mit 39/23, an der Spitze der Gruppe, und diese Position kann ich den gesamten Aufstieg halten.

In der Abfahrt nach Hallein kommt die Gruppe wieder zusammen, aber wird sind weniger geworden. Die gute Leistung gibt mir Auftrieb, und in der Folge halte ich mich zurück, fahre hinten mit, stehe nie im Wind, die Strecke ist noch lang und schwer genug. Zunächst geht es am Tauern-Radweg entlang, der ist auch sauschwer, immer wieder ruppige und knüppelharte Anstiege, gerade mal bis zu 300 m lang, aber bis zu 16 % steil. Die Gruppe zieht sich in die Länge, bleibt aber doch beisammen.

Dann folgt auf der Bundesstraße der Anstieg zu den Lammeröfen. Ich spüre die Distanz bereits, tue mir schwer, es wird immer heißer und ich immer angeschlagener. Umso wichtiger ist das Essen und Trinken und vor allem das Haushalten mit den Kräften. In Voglau ist es dann soweit, die letzten 30 km brechen an, der letzte Anstieg, der schwerste und auch der längste. Gleich zu Beginn auf schmaler Straße mit bis zu 14 % Steigung, ich reiße gleich ab, mache mir aber nichts draus, denn ich fahre mein Tempo. Im folgenden gut 12 km langen Flachstück fahre ich konstant, zwar alleine, aber ich kann meine Plazierung halten. Es folgt wieder ein mehrere Kilometer langes unrhythmisches Stück, teils im Wald, mit Steilpassagen, aber auch flacheren Streckenteilen. Ungewohnt ist vor allem die Länge dieses Anstiegs, ich fahre schon eine knappe Stunde bergauf.

Als es dann immer schwerer wird, erreiche ich – endlich – die Mautstelle. Und damit die ultimative Herausforderung: 4,5 km mit 650 Höhenmetern und einer Durchschnittssteigung von 17 %! Mit 39/25 scheine ich auf der Stelle zu treten, ich breche auch kräftemäßig ein, muß größtenteils Zickzack-Fahren, um überhaupt raufzukommen. Es ist ein verdammtes Ankämpfen gegen das Umfallen, ein langsamer Tod auf Raten sozusagen. Irgendwie rette ich mich und wurschtle ich mich rauf ins Ziel.

Als Neunter verliere ich auf den Gesamtsieger Paul Lindner 42:56 Minuten, also beinahe eine Dreiviertelstunde! Soviel zu den Zeitabständen auf dieser Strecke!

Robert

Sonntag, 20. Juli 2008: Wachau-Marathon in Mautern, zugleich Österreichische Marathon-Meisterschaft, 163,5 km

Über 300 Starter sorgen anfangs für ein ziemliches Gedränge, es ist halt etwas chaotisch, hektisch und vor allem unübersichtlich. Bereits nach 16 km beginnt das Kernstück der Strecke, der 8 km lange Anstieg auf den Seiberer. Leider bin ich (wegen des Gedränges) nicht ganz vorne, aber doch unter den ersten hundert, als im ersten Viertel. Anfangs relativ flach, ist die Steigung dann sehr selektiv, beträgt so zwischen 8 und 9 %. Auf den letzten beiden Kilometern kann ich noch etwas zusetzen und eine Gruppe erwischen, die dann ziemlich  Dampf macht und ein seriöses Tempo vorlegt. Anfangs nur wenige Fahrer, vergrößert sich die Gruppe im Laufe der nächsten sehr hügeligen Kilometer bis auf 12 Mann.

Die Strecke sit sehr schwer, immer wieder längere Anstiege, ruppig, steil, und auch die Abfahrten sind ausnahmslos alle mit giftigen Gegensteigungen versehen, was viel Substanz kostet und das Rennen auch nicht leichter macht. Ich fahre alle Anstiege in weiser Voraussicht mit leichter Übersetzung, wuchte mich nirgends drüber, sondern schalte immer gleich aufs kleine Blatt. Die schwersten Anstiege sind der Saggraben und der Bärenkopf, beide muß ich mit 39/25 bewältigen, während ich am Seiberer falls alles mit 39/19 und 21 gefahren bin, nur die unrhythmischen Steilstücke mit 23 absolviert habe.

Endlich haben wir die lange Abfahrt zur Donau erreicht, aber auch das kann ich nicht zur Erholung nutzen, denn da wird hohes Tempo gefahren, ich muß konzentriert sein, immer wieder kleine Löcher zufahren, merke da schon, daß meine Kräfte schwinden. Die Donaubrücke schaffe ich noch, aber da sind meine Batterien bereits leer. Kurz vor Aggsbach muß ich dann leider abreißen lassen, und mit einem Schlag bin ich völlig leer. Völlig k.o. taumle und torkle ich den Anstieg nach Maria Langegg hoch, die 3 km sind eine wahre Tortur, ich schaffe sie nur mit 39/25 und im Zickzack. Die letzten Kilometer ziehen sich endlos dahin, unfd als ich in Mautern endlich das Ziel erreiche, bin ich sehr weit zurückgefallen, habe zwei weitere größere Gruppen reaktionslos und wehrlos ziehen lassen müssen.

Am Ende bleibt mir der 148. Platz, das ist Rang 18 in meiner Altersklasse. 20 km vor dem Ziel bin ich in meiner Gruppe um den 5. Klassenrang gefahren, lag unter den ersten 80 der Tageswertung. So ist halt der Radsport, so schnell geht es, wenn die Kräfte weg und die Speicher völlig leer sind.

Robert

Samstag, 12. Juli 2008: Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring in Melk, 12,5 km bzw. 24 km

Ich bin ganz rechts außen, in der Mitte (von rechts) Schäbinger, Santos, E. Gaub8itzer, Lechnitz

Die Rundstrecke am Wachau-Ring ist 960 Meter lang, mit einer sanften Steigung zum Ziel hin. Im Rennen der jüngeren Jahrgänge werden gleich die ersten vier Masterklassen zusammengelegt, es starten also Master 1 bis 4 gemeinsam. Nach fünf Runden scheidet jeweils der Letzte in jeder Runde aus. Diese ersten fünf Runden werden eher gemächlich gefahren, dann beginnt das Gedränge um die Sprintpositionen, aber in den ersten Runden habe ich keine Probleme, fahre immer sehr weit vorne, kann densprint auch immer vorne mitfahren.

Erst als das halbe Starterfeld bereits eliminiert ist, erwischt es auch mich. Und das war nur mein eigener Fehler, denn ich habe mich mitten in der Gruppe festfahren lassen, beim entscheidenden Sprint mußte ich unmittelbar vor der Ziellinie sogar bremsen (!!!), konnte rechts und links nicht mehr freifahren, vorne war auch alles versperrt. Naja, wenn man bremst, was soll da noch rauskommen!

Gierer führt vor Schwarzmüller, Schalk, Rothauer, Horak, Unterguggenberger, Ziering

In meiner Kategorie Master 3 war das der 5. Platz, gewonnen hat – wieder einmal, welche Überraschung! – der Herbert Habacher vom ARBÖ Kollar-Cyclingteam Stattersdorf. In der Gesamtwertung des Ginner-Cups hat sich nicht viel verändert, außer mein Vorsprung, der hat sich halbiert, denn der Günther Nutz (RC Trumau) ist Dritter gewrden und liegt jetzt nur mehr 5 Punke hinter mir. Ein Rennen ist noch ausständig, das Kriterium in Trumau im September.

Robert

Preisverteilung Klasse Master 6 (von links): Ziering, Unterguggenberger (Sieger), Rothauer

Sonntag, 6. Juli 2008: Bergrennen Eibiswald/Aibl – Sankt Lorenzen, 7,2 km

Die 7,2 km werden auf einem sehr schweren Kurs gefahren, schließlich sind über 700 Höhenmeter zu überswinden. In den beidne letzten Jahren habe ich jeweils den 3. Platz belegt und die Strecke unter 30 Minuten geschafft. Diesmal hoffe ich auf ein ähnlich gutes Abschneiden, zumal am selben Tag in Deutschlandsberg, nur 20 km entfernt, die steirischen Bergmeisterschaften auf dem Programm stehen und da – hoffentlich – die Konkurrenz etwas aufgeteilt ist. Doch meine Hoffnungen werdne nicht erfüllt, denn dafür ist die Konkurrenz aus Slowenien sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ deutlich stärker als zuletzt.

Es ist sehr sehr heiß, eine Affenhitze, und bereits auf den ersten 2 km, der entscheidenden Schlüsselstelle des Rennens, falle ich viel zu weit zurück. Ich komme einfach nicht in Schwung, habe keinen Rhythmus gefunden. ine einzige Qual, alles hat wehgetan, die gestrigen Kilometer habe ich natürlich auch gespürt. Diese ersten beiden Kilometer weisen eine durchgehende Steigung von ca. 16 % auf. Und bereits da ist mir aufgefallen, daß ich gar nicht in der Lage war, dieselben Übersetzungen wie in den beiden letzten Jahren zu fahren. Bisher immer mit 39/24, mußte ich diesmal auf 39/25 zurückgreifen.

In der Tonart ging es weiter, bis zum Ziel rauf bin ich immer mit mindestens einem Zahn leichter gefahren, und manchmal war mir auch das noch zu schwer. Es war einfach nicht mein Tag. Und die Fahrtzeit war natürlich auch dementsprechend. Mit 31:25 bin ich nicht nur die schwächste Fahrtzeit meiner drei Starts hier gefahren, sondern auch das Ergebnis war nicht überwältigend – Platz 11.

Im Ziel war ich fix und fertig, völlig geschafft, und das nach der enttäuschenden Leistung. Wahrscheinlich wieder das übliche Sommerloch, der Hänger im Juni/Juli, nach dem meist die große Form kommt. Hoffentlich läuft es auch heuer so.

Robert

Samstag, 5. Juli: Straßenrennen in Lindegg, 68,4 km

Zusammen mit 10 anderen A-Fahrern gehe ich ins Rennen, die C/D-Fahrer haben 7:21 Minuten Vorsprung, die B-Fahrer 3:09 Minuten. Das gilt es jetzt so schnell wie möglich auf dem 7,6-km-Rundkurs aufzuholen. Gleich nach dem Start der erste Anstieg, 12 %, etwa 350 Meter lang, in Jobst dann dr nächste, ca. 8 % und 500 m lang mit einer brutal langen Kuppe, und dann dre Zielanstieg, etwa 1 km lang, abgesetzt, in Stufen geht es da mit maximal 4 % rauf. Weil da sehr schnell gefahren wird, ist das natürlich auch der schwerste Anstieg. Insgesamt 9 Runden sind zu absolvieren.

Die ersten Runden laufen erwartungsgemäß, wir holen auf, holen die ersten Fahrer ein, aber der lange Zielanstieg war schon in der 4. Runde ein Problem. Da wird attackiert, ich muß abreißen lassen, kämpfe mich vor dem ersten Anstieg danach aber wieder ran. In der 5. Runde ist dann aber Endstation. Wieder wird attackiert, diesmal schon am Anstieg davor, und gleich bis zur Ziellinie verlängert. Wieder falle ich zurück,a ber diesmal komme ich nicht mehr an die Gruppe ran.

Von da an fahre ich alleine bis ins Ziel, fahre die restlichen 4 Runden mutterseelenalleine. Von hinten kommt niemand mehr, da sind auch nur Einzelfahrer und ganz klein Gruppen unterwegs, aber leider haben wir noch nicht alle B-Fahrer eingeholt. Ein paar fahren nämlich vorne mit den A-Fahrern eine Weile mit, ehe sie abreißen, die sind dann vor mir klassiert.

Der Sieg geht an Peter Krebs vor Daniel Wabnegg und Michael Schwarzäugl, Alfred Platzer und Robert Rothschedl (alle Vychodil Graz), ich belege mit 9:26 Minuten den 16. Rang. DenRückstand habe ich mir auf 4 Runden Alleinfahrt eingebrockt.

Robert