Samstag, 10. Mai 2008: Straßenrennen um den Gran Premio di comercio in Novo Mesto (SLO), 93 km

Drei Runden á 31 km, also 93 km insgesamt, sind mit dem Monsterfeld aller Masterfahrer (um die 200 Starter) zu absolvieren, saftige Steigungen sind natürlich auch dabei, der erste Anstieg wartet auch gleich 2 km nach dem Start. Dort zieht sich das Feld in die Länge, und am zweiten, langen Anstieg (ca 3 km) zerreißt der Haufen auch, eine große Gruppe setzt sich ab, ich fahre in einer kleineren dahinter.

Auf dem weiteren Weg sammeln wir andauernd zurückgefallene Fahrer auf, meine Gruppe bleibt aber höchstens 12 Mann stark. Nach Dolejska Toplice wartet noch ein ganz steiler Anstieg (mind. 15 %) auf uns, und die letzten 8 km sind auch sehr wellig und hügelig, so lange Anstiege, daß es richtig wehtut. Einige drücken sich mit Kraft drüber, ich fahre mit leichten Übersetzungen und tue mir dementsprechend schwer. Die Schulter schmerzt auch, und so liege ich nach der ersten Runde schon über 2 Minuten zurück.

Zweite Runde gleiches Bild, ich tue mir nur ungleich schwerer. Ich kann mich weder konzentrieren noch motivieren, es ist ein komischer Tag, nicht meiner jedenfalls. Kaum wird es Ernst, habe ich leere Beine. Der Rückstand summiert sich, es sind nach 2 Runden schon über 6 Minuten.

Schlußrunde. Die Hölle. Alles tut weh, ich habe das Gefühl, mir die Lunge aus dem Leib zu fahren, und dennoch komme ich kaum vom Fleck. 5 Mann sind vorne, es geht also um den 6. Platz in meiner Gruppe. Aber ich fahre so unkonzentriert, daß ich kurz vor dem Ziel noch abreisse und die letzten 2 km alleine fahre. Völlig überraschend reicht es dennoch zu einem Preis, ich werde 10. Bin müde und fühle mich gerädert. Vielleicht habe ich auch alles geträumt und bin in Wirklichkeit 250 km gefahren!

Robert

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