Sonntag, 13. April 2008: Straßenrennen in Lenart (SLO), 76 km

Endlich ein richtiges Masterrennen! Drei Anstiege machen das Rennen doch einigermaßen selektiv, und gleich den ersten Anstieg kurz nach dem Start benutzen viele, um das Feld zu sprengen. Es geht in Stufen rauf, ich muß mich schinden und plagen, bin oben nicht mehr dran, es sind viele kleine Gruppen, nach der Abfahrt aber ist alles wieder geschlossen.

Sehr aggressiver und offensiver Rennverlauf, es wird andauernd attackiert, sowohl in den Anstiegen als auch im Flachen. Überall einfach. Und man merkt da sofort den Unterschied zwischen Rennen und Marathon, wo gleichmäßig konstant schnell gefahren wird, mit relativ hohem Grundtempo.

Zweiter Anstieg, wieder abgesetzt, unrhythmisch, teilweise sehr steil, bis zu 15 %, ich halte hin, fahre mir die Seele aus dem Leib, bin dennoch abgerissen. Aber nicht weit, ich kann mich mit nur ein paar Sekunden Rückstand über die Kuppe retten. Fataler Weise gibt es auf allen drei Anstiegen Bergpunkte zu gewinnen, da wird natürlich auf  Teufel komm raus gefahren.

Der dritte und letzte Anstieg, ca 17 km vor dem Ziel, ist auch der schwierigste und längste. Viele Attacken, alles aufgesplittert, ich kann den Abstand halbwegs halten, fange mich wieder und kann dann am letzten Kilometer sogar noch bis auf  200 Meter an die beiden Führenden ran fahren, in der Abfahrt ist die Gruppe geschlossen, 8 Mann sind wir vorne. Leider sind Srnel und Ropret auch dabei, die beiden stärksten Sprinter. Die letzten 8 km sind unübersichtliches Chaos, Attacken am laufenden Band, jeder probiert es ein paar mal, nur Srnel und Ropret nicht, wozu auch, die beiden können auch im Sprint gewinnen, aber sie müssen nachfahren, und das besorgt Ropret, also nehme ich an, daß der für Srnel den Sprint anziehen wird, daher hänge ich mich an dessen Hinterrad und kümmere mich um nichts mehr sonst.

Leider entwischt am letzten Kilometer doch noch einer, der gewinnt auch, aber Srnel wird Zweiter, ich Vierter – ich habe gar nicht gewusst, daß ich auf einmal auch ein Sprinter geworden bin. Siegerschnitt 37 km/h, knapp 600 Höhenmeter, ich habe 2 Sekunden Rückstand. Leider so knapp das Stockerl verpasst, es haben ca. 15 Zentimeter gefehlt.

Wirklich schade, das wäre die zweite Podiumsplazierung heuer gewesen!

Robert

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