Sonntag, 6. April: Marathon in Pecs (Ungarn), 123 km

Saukaltes und naßes Wetter, das ist Südungarn. Start noch dazu schon um 8 Uhr, es ist fast noch nachts. Ich kotze mich fast an, so schnell wird gestartet. Die Gruppe mit den Elitefahrern fährt vorne weg, hinten wird nachgefahren. Die ersten 12 km fahren wir in 14 Minuten (leicht bergab, aber mit Gegenwind), es nieselt leicht, die Straßen sind allesamt naß, glitschig und dreckig.

Dann bin ich endlich vorne dran (die Elitefahrer sind weg), dann sorgt ein Massensturz für die nächste Selektion. Gut 30 Mann liegen auf der Pfeife, einer von den Heinis ist auf der Mittellinie auf einen reflektierenden Knopf draufgeknallt, es hat ihm den Lenker aus der Hand geschlagen und er hat das halbe Feld abgeräumt. Ich bin unmittelbar dahinter, radiere durch die glitschig nasse Wiese und bin sofort wieder im Rest des Feldes drin. Weiß eigentlich gar nicht, wie das so schnell gegangen ist!

Denn eigentlich ist es nicht mein Tag, ich fühle mich nicht gut, es ist viel Plackerei und Quälerei dabei, mit Leichtigkeit geht gar nichts. Am Ende sind wir acht Fahrer meiner Altersklasse 45+, und auf einer kilometerlangen Sprintgeraden in Pecs habe ich nicht viele Chancen. Ich werde auch nur Siebenter. Na gut, unter Anbetracht der Umstände bin ich hochzufrieden. Hatte es mir eigentlich schlimmer vorgestellt.

Robert

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